Die Queen bleibt Mandela-Beerdigung fern

Es wird die grösste Trauerfeier, die Südafrika je erlebt hat – einige sprechen sogar von der grössten der Welt. 91 Staats- und Regierungschefs haben sich bereits angekündig. Die britische Königin hingegen hat abgesagt.

Nelson Mandela winkend und die Queen.

Bildlegende: 1996 besuchte Nelson Mandela Grossbritannien. Reuters

Mehr Staatsoberhäupter als bei der Beerdigung von Papst Johannes Paul II. werden am Dienstag nach Südafrika reisen, um dem verstorbenen Nelson Mandela die letzte Ehre zu erweisen. Eine bleibt dem Begräbnis des Jahrhunderts jedoch fern: Queen Elizabeth – und dies obschon Südafrika als ehemalige britische Kolonie ein besonders enges Verhältnis zu Grossbritannien pflegt.

Nelson Mandela und Prinz Charles.

Bildlegende: Waren gute Bekannte Nelson Mandela und Prinz Charles. Reuters

Charles vertritt Queen

Begründet wird das Fernbleiben der Königin nicht. Der Buckingham Palast lässt lediglich verlauten: «Ihre Majestät wird bei der Beerdigung von Nelson Mandela von Prinz Charles vertreten».

Prinz Charles wird alleine nach Südafrika fliegen. Der Prinz hatte in der Vergangenheit verschiedene Begegnungen mit dem einstigen südafrikanischen Präsidenten. In einer Stellungnahme beschrieb Prinz Charles Mandela nach dessen Tod als «die Verkörperung von Mut und Vergebung.» Sein Tod habe eine unglaubliche Leere hinterlassen.