König Willem-Alexander soll zur Kasse gebeten werden

Der niederländische König kommt unter Druck: Er und seine Familie waren bisher von Steuern befreit. Jetzt regt sich Widerstand.

Willem-Alexander und seine Maximà ernst blickend.

Bildlegende: Schluss mit Privilegien Politiker und Volk haben genug von den Steuergeschenken für den König. Reuters

Die Niederländer lieben ihr Königshaus, doch nun murren sie über die hohen Kosten. Grund: Ab 2016 soll Willem-Alexanders und Máximas Gehalt jedes Jahr um 46'400 Franken steigen. Derzeit beträgt es rund 846'000 Franken. Das verdankt der Monarch der Regelung, dass sein Einkommen um ebenso viel Prozent steigt wie das anderer Staatsdiener. Nur gibt es einen feinen Unterschied: Für den König ist alles steuerfrei.

Aber vielleicht nicht mehr lange: Im Parlament fordert nun eine breite Koalition ein Ende der Steuer-Privilegien. König Willem-Alexander solle ebenso wie andere Beamte zumindest einen Teil seines Einkommens versteuern. Nach Umfragen ist auch eine Mehrheit der Niederländer für eine Abschaffung dieses Privilegs.

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Im April 2013 wird Willem-Alexander König

4:21 min, vom 30.4.2013

Der Hof schweigt zur Frage

Bis jetzt gabs darauf noch keine Antwort vom Königshaus. Der Ministerpräsident Mark Rutte teilte allerdings mit, dass Willem-Alexander bereits auf 33'400 Franken seiner Gehaltserhöhung verzichtet habe.

Willem-Alexander hat am 30. April 2013 den Thron bestiegen. Er ist der Nachfolger seiner Mutter, der ehemaligen Königin Beatrix.

So teuer ist das Königshaus

Rund 64 Millionen Franken geben die Niederländer für die Oranjes im Jahr aus, plus eine nicht genannte Summe für den Personenschutz und andere Sicherheitsmassnahmen.