Spaniens Königshaus nicht in Finanzaffäre verwickelt

Spaniens König Juan Carlos hat nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nichts mit dem Finanzskandal um seinen Schwiegersohn Iñaki Urdangarin zu tun gehabt.

König Juan Carlos

Bildlegende: Endlich mal gute Nachrichten Der Staatsanwalt glaubt an König Juan Carlos' Unschuld. Keystone

Es gebe keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass das Königshaus in die Affäre verwickelt gewesen sei, verlautete es aus spanischen Justizkreisen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Efe am Mittwoch berichtete, liegen nach Ansicht der Anklagebehörde auch gegen Urdangarins Ehefrau, die Königstochter Cristina, keine Verdachtsmomente vor.

Urdangarin des Betrugs angeklagt

Die Anklagebehörde wies damit die Vorwürfe von Urdangarins früherem Geschäftspartner Diego Torres zurück. Dieser hatte bei seiner Vernehmung durch einen Ermittlungsrichter erklärt, das Königshaus sei über die Geschäfte des früheren Handballstars unterrichtet gewesen und habe diese gefördert. Der 45-jährige Urdangarin steht im Verdacht, zusammen mit Torres sechs Millionen Euro Steuergelder aus einer gemeinnützigen Stiftung unterschlagen zu haben.

Auch Urdangarin selbst entlastet Juan Carlos

Am Sonntag hatten spanische Medien bereits berichtet, dass auch der Angeklagte selbst den König entlastet habe. Juan Carlos habe mit seinen Geschäften nichts zu tun gehabt. Dies soll der Ehemann der Königstochter Cristina vor einem Richter ausgesagt haben. Das Königshaus habe ihm vielmehr geraten, seine geschäftlichen Aktivitäten aufzugeben, so Urdangarin.