Spanische Prinzessin im Steuerskandal: «Ich bin unschuldig»

Sie habe ihrem Ehemann Iñaki Urdangarín vertraut und alle Papiere, die dieser ihr vorgelegt habe, bedenkenlos unterschrieben. Dies versicherte Prinzessin Cristina in ihrer am Mittwoch eingereichten Verteidigungsschrift.

Prinzessin Cristina

Bildlegende: Bald hinter schwedischen Gardinen? Die vierfache Mutter muss sich vor Gericht verantworten. Keystone

Die Anwälte von Prinzessin Cristina beteuern zudem, die Steuerkenntnisse der ranghohen Bankangestellten seien «minimal».

Prozess gegen Cristina soll im Sommer beginnen

Für Cristinas Ehemann, Iñaki Urdangarín, forderten die Ankläger knapp 20 Jahre Haft. Für die 49-Jährige selbst hatte sich der zuständige Sonderstaatsanwalt zwar gegen eine Anklageerhebung ausgesprochen. Ein Nebenkläger fordert aber acht Jahre Haft und eine Geldstrafe von zwei Millionen Euro für sie.

Der Prozess soll in der zweiten Hälfte des Jahres am Gericht in Palma de Mallorca eröffnet werden.

Prinzessin vor Gericht

Cristina ist die erste direkte Verwandte eines spanischen Königs, die
wegen eines Finanzskandals auf die Anklagebank muss. Ihr Ehemann soll
als Chef einer gemeinnützigen Stiftung mit Komplizen rund sechs
Millionen Euro Steuergelder unterschlagen haben.