Zaster statt Knast: Spaniens Prinzessin Cristina kauft sich frei

Spaniens Staatsanwaltschaft ist dagegen, Prinzessin Cristina wegen eines Finanzskandals anzuklagen. Die Schwester von König Felipe VI. soll rund 700'000 Franken Schadenersatz zahlen. Ihr Anwalt kündigte an, Cristina werde das Geld sofort überweisen.

Prinzessin Cristina

Bildlegende: Freigekauft Prinzessin Cristina muss nicht hinter Gitter. Reuters

Die Schwester des Königs vertraue darauf, dass für sie die Sache damit erledigt sei und keine Anklage gegen sie erhoben werde, sagte der Anwalt von Prinzessin Cristina.

Die Gewerkschaft hätte die Prinzessin am liebsten hinter Gitter gesehen und das gleich für acht Jahre. Das Argument: Sie habe von den Geldern profitiert, die ihr Mann Iñaki Urdangarin unterschlagen habe. Die anderen Kläger sahen aber von einer Haftstrafe ab – und so ist die 49-Jährige nun wieder auf freiem Fuss.

Iñaki Urdangarin: Muss er noch ins Gefängnis?

Immer noch im Visier der Justiz ist Cristinas Mann Iñaki Urdangarin. Ihm wird die Unterschlagung von Steuergeldern in Millionenhöhe zur Last gelegt. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft.

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Prinzessin Cristina von Spanien soll angeklagt werden

0:37 min, aus Glanz & Gloria vom 23.6.2014

Für Cristinas Mann forderte er knapp 20 Jahre Haft. Der 46-Jährige soll als Präsident einer gemeinnützigen Stiftung zusammen mit Komplizen rund sechs Millionen Euro Steuergelder unterschlagen haben.

Cristina hatte zusammen mit ihrem Mann eine Firma geleitet, die nach Ansicht der Ermittler dazu gedient haben soll, Gelder aus der Stiftung Nóos abzuziehen. Die Infantin hatte bei ihrer Vernehmung ausgesagt, sich um die Geschäfte ihres Mannes nicht gekümmert und ihren Namen nur pro forma hergegeben zu haben.

Auch das Finanzamt - als der angeblich Geschädigte - ist dagegen, Cristina auf die Anklagebank zu setzen.