Alkohol am Steuer: Didier Cuche wehrt sich vor Gericht

Der ehemalige Skirennfahrer plädiert am Montagmorgen vor dem Polizeigericht in La-Chaux-de-Fonds NE auf unschuldig. Er sei schockiert, was in den letzten Tagen passiert ist und froh, dass endlich Licht in den Fall komme.

Didier Cuche läuft mit ernster Miene aus dem Gerichtsgebäude heraus.

Bildlegende: Harter Gang Didier Cuche's Anhörung vor Gericht dauerte zwei Stunden. Keystone

«Es wurden Lügen und falsche Anschuldigungen verbreitet», sagte Didier Cuche am Montag nach seiner Anhörung vor Gericht gegenüber den Medien. Er gab zwar zu, in jener Juni-Nacht einen «einfachen Selbstunfall» gebaut zu haben, allerdings sei er nicht angetrunken gewesen.

Der Ex-Spitzensportler erklärt, dass er den Unfall am nächsten Tag bei der Polizei melden wollte. Allerdings war Sonntag und der Posten nicht besetzt. Cuche entschied, den Unfall erst später zu melden. Soweit kam es aber nie, die Polizei spürte den Neuenburger vorher auf.

Urteil Ende September

Der Staatsanwalt wirft Cuche insgesamt sieben Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz vor, darunter Alkohol am Steuer. Er fordert eine Busse von 6900 Franken sowie eine bedingt erlassene Geldstrafe von 30'000 Franken. Das Urteil wird Ende September erwartet.

«  Ich bin gern schnell unterwegs, im Winter auf der Piste, im Sommer drücke ich ab und zu auch auf einer Autorennstrecke aufs Gas »

Didier Cuche
Ex-Skirennfahrer

Seit seinem Rücktritt aus dem Skizirkus hat der 41-Jährige im Automobilsport Fuss gefasst. Er fährt ab und zu auf Rennstrecken.

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Cuche verabschiedet sich

0:43 min, aus Tagesschau am Mittag vom 17.3.2012