Anatole Taubman: «Einen Schwulen zu spielen, ist interessant»

Wer schwul ist, musste sich in der Schweiz lange Zeit verstecken. In den 1940er Jahren wurde in Zürich ein Verein für Schwule gegründet: «Der Kreis». Der Zürcher Regisseur Stefan Haupt bringt die Geschichte dieses geheimen Zirkels jetzt ins Kino. Mit dabei: Schauspieler Anatole Taubman.

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Anatole Taubman: Misslichkeiten in vergangenen Zeiten

3:42 min, aus Glanz & Gloria vom 16.7.2013

«Der Kreis» gab nicht nur die weltweit erste Homosexuellen-Zeitschrift heraus, sondern organisierte auch immer wieder Ball-Abende für seine Mitglieder. Diese wurden zu den Höhepunkten des damaligen Homosexuellen-Lebens. Gerade weil solche Anlässe nur hinter verschlossenen Türen stattfinden konnten.

«  Jeder Mensch hat das Recht, glücklich zu sein »

Anatole Taubman
Schauspieler

Anatole Taubman trägt den bekanntesten Namen auf dem Filmset. Der ehemalige James-Bond-Bösewicht sagte sofort zu, als Regisseur Haupt an ihn herantrat. «Einen Homosexuellen zu spielen, ist ebenso interessant, wie einen Gladiator zu spielen», so der Schauspieler. Der Film spreche gleichermassen Homo- und Heterosexuelle an. «Schliesslich hat jeder Mensch das Recht, glücklich zu sein, ob schwul oder nicht schwul.»

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Anatole Taubman: Misslichkeiten in vergangenen Zeiten

    Aus glanz und gloria vom 16.7.2013

    Der Zürcher Regisseur Stefan Haupt dreht ein spezielles Stück Schweizer Geschichte: «Der Kreis». So hiess ein Verein für Schwule, der in den 40er Jahren in Zürich gegründet wurde. Die Geschichte handelt von der Liebe zwischen zwei Männern, die ihre Gefühle füreinander über viele Jahre nur im Verborgenen leben konnten. Zum Cast des Films gehört auch der ehemalige Bond-Bösewicht Anatole Taubmann. g&g hat ihn und den Rest der Crew auf die Reise in eine Vergangenheit begleitet, in der homosexuelle Menschen ihre Liebe verstecken mussten.

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