Blues-Musiker Johnny Winter in Zürich verstorben

Die Musikwelt trauert um die Blues-Legende Johnny Winter. Das virtuose Gitarrenspiel und die heisere Stimme waren die Markenzeichen des Texaners. Die Plattenfirmen wollten ihn zu einem neuen Hendrix machen. Aber den Albino zog es zum erdigen Blues der Schwarzen.

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Johnny Winter - 1994 - 25-Jahr-Jubiläum Woodstock-Festival

4:55 min, vom 17.7.2014

«Ich hoffe, ich werde als ein guter Bluesmusiker in Erinnerung bleiben.» Dieser häufig geäusserte Wunsch von Johnny Winter dürfte in Erfüllung gehen. Der Name des Gitarrenvirtuosen, der mit 70 Jahren in einem Hotelzimmer im Bezirk Bülach gestorben ist, wurde häufig mit Rock-Stars wie Jimi Hendrix oder Eric Clapton in einem Atemzug genannt. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere galt Winter als der beste weisse Bluesmusiker.

Winter liebte den Blues

Unverdrossen war der Texaner bis zuletzt in den USA und in Europa auf Tournee gegangen. Sein Gitarrenspiel und der heisere, krächzende Gesang hatten auch im Alter nichts von ihrer Intensität eingebüsst.

So wurden die Plattenfirmen auf den Musiker aufmerksam. Winter trat beim legendären Woodstock-Festival auf. Allerdings enttäuschte er die Hoffnungen der Rock-Fans auf einen «neuen Hendrix». Winter fühlte sich eher einem erdigen Blues verbunden.