I-Pod: «Abhängen? Für mich unmöglich»

Iouri Podladtchikov liebt das Adrenalin. Nicht nur in der Halfpipe, auch ausserhalb. Dabei wirkt der Snowboarder auf den ersten Blick beinahe phlegmatisch.

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Iouri Podladtchikov und sein Bewegungsdrang

0:46 min, vom 20.9.2013

Den Kopf abgestützt, damit er nicht gleich auf die Tischplatte fällt. Die Worte gedehnt wie ein Bungee-Seil, immer wieder längere Denkpausen. Wer mit Iouri Podladtchikov, 25, ein Interview führt, hat nicht gerade den Eindruck, dem Halfpipe-Weltmeister gegenüberzusitzen. Verträumt und abwesend wirkt die Schweizer Olympiahoffnung. So ganz anders als in der Halfpipe. Dabei ist Iouri auch privat alles andere als ein Phlegmatiker.

«  Ich konnte als Goof nicht stillsitzen »

Iouri Podladtchikov
Snowboarder

Der Snowboarder erinnert sich: «Schon früher konnte ich nicht einfach nur fernsehen. Ich musste immer raus.» Heute sucht er auch fernab des Trainings nach dem Kick. Auf dem Skateboard zum Beispiel. Oder im Kraftraum. Dort will er seinen Körper stählen. Nicht nur für den Sport, auch für sich selbst. Podladtchikov weiss aber um seine andere Seite. «Vielleicht liegt es daran, dass sich mein Körper manchmal eine Ruhephase gönnt. Dann komme ich halt träge rüber.»

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Iouri Podladtchikov – der verträumte Überflieger

    Aus glanz und gloria vom 20.9.2013

    Der Snowboard-Weltmeister Iouri Podladtchikov steht vor einer seiner bisher wichtigsten Saisons. Die Olympiade in seinem Mutterland Russland steht bevor und natürlich erwarten alle, dass er eine Medaille für die Schweiz nach Hause bringt. Vom Druck ist ihm allerdings nichts anzumerken. g&g hat den ausgeglichenen Sportler einen Tag lang begleitet und herausgefunden, dass unter Podladtchikovs wilder Lockenpracht vor allem ein grosser Träumer steckt.