Keine Oscar-Chance für Samir

Der neuste Film des Schweizer Regisseurs Samir hat das Rennen um den Ausland-Oscar verloren. Die Doku «Iraqi Odyssey» ist im Auswahlverfahren nicht weitergekommen.

Samir

Bildlegende: Bye-bye, Goldmännchen Der Regisseur konnte sich gegen die harte Konkurrenz nicht durchsetzen. ZVG

Filmemacher Samir hat die schlechte Nachricht von seinen USA-Agentinnen per Mail bekommen. Sie seien sehr enttäuscht gewesen, da sie sich reelle Chancen ausgerechnet hätten, sagt Samir gegenüber «Glanz & Gloria». «Nicht so schlimm», meint er selbst nüchtern. Schliesslich lief der Film bereits an den Festivals in Toronto und Berlin und dank der Arbeit in Los Angeles hat Samir einen amerikanischen Verleiher einbeziehen können. Dies hat zur Folge, dass der Film ab Januar in den USA in die Kinos kommt.

«  Wir sind extrem enttäuscht. »

Deborah Kolar und Jan Kean
PR-Promoterinnen von «Iraqi Odyssey»

Kein Schweizer Film hat es auf die Shortlist für die Oscar-Auszeichnung als bester nicht-englischsprachiger Film geschafft, wie die Oscar-Akademie im kalifornischen Beverly Hills am Donnerstag mitteilte. Die Oscar-Akademie traf aus 80 Filmen eine Vorauswahl. Auf der Shortlist mit neun Filmen steht dagegen der deutsche Film von Regisseur Giulio Ricciarelli «Im Labyrinth des Schweigens». Dieser handelt von den Frankfurter Auschwitz-Prozessen.

Viele Filme aus Europa

Daneben haben mehrere hundert Akademie-Mitglieder Werke aus Belgien, Kolumbien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Ungarn, Irland und Jordanien vorausgewählt. Für die Preisverleihung am 28. Februar werden im Januar fünf der Filme von Kommissionen in New York, Los Angeles und London nominiert.

Beide Chancen vergeben

Samirs Film «Iraqi Odyssey» wurde auch in der Kategorie Dokumentarfilm ins Rennen geschickt. Aber auch dort ist der fast dreistündige 3D-Film nicht weitergekommen.

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Samir: Auf Oscarkurs in den USA

2:50 min, aus Glanz & Gloria vom 25.11.2015