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Schweiz Kilchsperger, Marvulli und Flury meistern ihr Leben mit links

Zum Welt-Linkshändertag hat sich «glanz & gloria» auf die Suche nach prominenten Linkshändern in der Schweiz gemacht – und Moderator Roman Kilchsperger, Radfahrer Franco Marvulli und Meteo-Mann Gaudenz Flury gefunden.

Legende: Video Linkshänder Roman Kilchsperger, Franco Marvulli und Gaudenz Flury abspielen. Laufzeit 00:52 Minuten.
Aus Glanz & Gloria-Clip vom 13.08.2013.

Roman Kilchsperger macht fast alles mit links. Auch Essen. Dabei merkt er jeweils, dass er in dieser Beziehung anders ist als die meisten : «Das Besteck liegt für mich immer falsch.» Anders Franco Marvulli. Der Linkshänder und Radprofi hat als Kind gelernt, so zu speisen wie die meisten anderen.

Franco Marvullis «schlimme» Schul-Erinnerungen

Ungern erinnert sich Marvulli aber an die Schulzeit: «Schlimm» sei es für ihn gewesen. «Ich habe die Tinte immer mit der Hand verschmiert. Da hatte ich am Abend jeweils einen blauen Handrücken.»

Wie für 10 bis 15 Prozent der Menschheit ist auch für Gaudenz Flury die linke Hand die bessere. Ausser beim Schreiben – das musste der Bündner in der Schule mit rechts. Gegen seinen Willen: «Ich hätte gerne mit links geschrieben.» Später aber machte er sich dies zunutze. «Wenn die Mittelschullehrer die Aufsätze nicht lesen konnten, entgegnete ich ihnen: 'Ihr habt mich gezwungen mit rechts zu schreiben, wenn ich mit links dürfte, würde ich bestimmt schöner schreiben.'»

Kilchsperger sieht sich in prominenter Gesellschaft

Abgesehen von falsch liegendem Besteck oder unpraktischen Scheren verspüren heute alle drei Linkshänder keine Nachteile mehr. Franco Marvulli merkt allerdings auch nichts von den Vorteilen, die Linkshändern nachgesagt werden. «Ich kann nicht sagen, dass Linkshänder kreativer oder erfinderischer sind. Ich bin Linkshänder und ich bin kein Künstler.»

Roman Kilchsperger dagegen ist geradezu stolz, Linkshänder zu sein: «Barack Obama, Michelangelo, Einstein, Kilchsperger – da kann ich ja nicht so falsch liegen.»

1 Kommentar

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  • Kommentar von Esther, Basel
    «Barack Obama, Michelangelo, Einstein»...und ich... Ich kann mich noch erinnern, wie ich in der 3. Klasse "umerzogen" wurde. Mit pfitzen auf den Knöcheln und immer schlechte Schönschrift-Noten. Die Schönschrift-Wettbewerbe haben andere gewonnen. Ich und noch 2 Mitschüler hatten nie eine Chance...Es ist eine grosse Erleichterung für Linkshänder, wenn man sie endlich so sein lässt, wie sie nun mal sind. Man macht es ja nicht absichtlich "falsch"...
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