Kritik aus Deutschland: Gubser verteidigt Schweizer Tatorte

Wenn der Schweizer Tatort im Fernsehen kommt, schalten – statt wie gewöhnlich über zehn – nur sieben Millionen Deutsche ein. Auch in Umfragen kommt das Kommissaren-Duo Flückiger und Ritschard nicht gut weg. Doch von der Kritik aus Deutschland lässt sich Stefan Gubser nicht verunsichern.

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Stefan Gubser über Schweizer Tatort

1:59 min, vom 1.9.2014

Schon zehn Mal stand Stefan Gubser als Kommissar Flückiger vor der Kamera. Deutschland hat an ihm als Ermittler und an den Schweizer Filmen einiges auszusetzen gehabt. «Es gibt Tatorte, die den einen besser gefallen und den anderen weniger, weil sie langsamer und eher psychologisch aufgebaut sind. Gewisse Leute wollen mehr Brutalität sehen», erklärt der Schauspieler gegenüber «glanz & gloria» die Kritik aus dem grossen Kanton.

Dass der neue Tatort «Verfolgt» auch für negativen Gesprächsstoff sorgen wird, glaubt er eher nicht. Im Internet sei er zufällig auf eine Bestenliste von Kritikern gestossen. «Und dort ist er von 915 Tatorten auf Platz 36. Was will man noch mehr», so der 57-Jährige an der Tatort-Premiere in Luzern.

Stefan Gubser wünscht sich selbstbewusstere Schweizer

Diese positive Einstellung vermisst Stefan Gubser manchmal hierzulande. «Wir hier in der Schweiz müssen mal selbstbewusster werden und sagen, wir machen auch hier gute Filme für unseres Publikum. Die Filme sind hier sehr erfolgreich und deshalb sollte man sich auch mal darüber freuen und nicht immer versuchen, das Haar in der Suppe zu finden.»

Sind die Schweizer zu wenig selbstbewusst?

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Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Schweizer «Tatort»: Schwerer Stand in Deutschland

    Aus glanz und gloria vom 1.9.2014

    Wenn das Schweizer «Tatort»-Team Flückiger und Ritschard alias Stefan Gubser und Delia Meyer ermittelt, hagelt es aus Deutschland oftmals Kritik. Doch die beiden Schweizer Hauptdarsteller lassen sich von der Kritik aus unserem nördlichen Nachbarland nicht verunsichern.