Micheline Calmy-Rey: Denkmal? Nein, danke!

Als Bundesrätin polarisierte sie. Gegner warfen ihr Eitelkeit vor. Sie selber sieht sich aber ganz anders. Ein eigenes Denkmal würde Micheline Calmy-Rey jedenfalls dankend ablehnen.

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Micheline Calmy-Rey: Ich brauche kein Denkmal

1:09 min, vom 20.12.2013

Micheline Calmy-Rey ist stolz. An der Eröffnung eines Kunstzentrums in Crans-Montana fungiert sie als Schirmherrin. Doch die Auftritte in der Öffentlichkeit haben nach ihrer Bundesratszeit abgenommen. Die SP-Politikerin bedauert dies nicht, wie sie gegenüber «glanz & gloria» versichert. Sie brauche keine öffentliche Aufmerksamkeit. Schon als Bundesrätin sei sie für die Sache im Vordergrund gestanden, nicht für die eigene Person. Ein eigenes Denkmal käme für sie überhaupt nicht in Frage.

«  Für ein Denkmal müsste ich tot sein. »

Micheline Calmy-Rey
alt Bundesrätin

«Ich habe versucht, die Interessen der Schweiz zu verteidigen auf der Welt. Das ist genug für mich», lacht die 68-Jährige. Ohnehin wäre es für ein Denkmal noch zu früh. «Dazu müsste ich tot sein. Das bin ich nicht.»

In der Tat ist Micheline Calmy-Rey noch sehr aktiv. An der Universität Genf doziert sie am Europainstitut. Zumindest bei den Studenten dort steht sie also weiterhin im Mittelpunkt. Auch ohne Denkmal.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Micheline Calmy-Rey: Blick nach vorne

    Aus glanz und gloria vom 20.12.2013

    In Crans-Montana wurde gestern das Kunstzentrum der «Fondation Pierre Arnaud» eröffnet. Unter den Gästen entdeckten wir alt Bundesrätin Micheline Clamy-Rey. Mit «g&g» sprach sie über ihre Liebe zur Kunst - und warum sie im Leben lieber nach vorne schaut.