Nach Weltumrundungs-Unterbruch: Piccard mit gemischten Gefühlen

«Meine Vision war realistisch, aber wir sind trotzdem ein bisschen enttäuscht». Der Wissenschaftler Bertrand Piccard hofft auf Hilfe von oben und auf erfolgreichere Etappen der «Solar Impulse 2».

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Bertrand Piccard über den Etappen-Abbruch der Solar Impulse

1:35 min, vom 9.6.2015

Bertrand Piccard zeigt sich über den Etappen-Abbruch der «Solar Impulse 2» ernüchtert. «Wenn es einfach wäre, hätte es bereits jemand anderes gemacht. Wir müssen alles selbst erfinden und entwickeln. Es ist ein Abenteuer», so der Wissenschaftler gegenüber «Glanz & Gloria» am Rande des 13. Rotkreuzball vom letzten Samstag in Genf.

«Natürlich sind wir enttäuscht, gleichzeitig aber auch bestärkt. Meine Vision war realistisch. Das Flugzeug war 44 Stunden am Stück in der Luft. Das ist ein Rekord in der Solarluftfahrtgeschichte.» Freude und Enttäuschung liegen nahe beieinander.

Bertrand Piccard hofft auf Unterstützung von oben

«Wir wollen noch länger in der Luft bleiben. Das hängt nur vom Wetter ab». Das mit Sonnenenergie angetriebene Flugzeug musste wegen einer Kaltfront vor Hawaii in Japan notlanden.

«Solar Impulse 2» soll bald wieder in die Luft gebracht werden. Bis Hawaii müsste Piccards Kollege André Borschberg noch rund 6740 Kilometer zurückzulegen. Dies wäre trotz Unterbruch nach wie vor die längste Etappe der gesamten Weltumrundung.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

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