Wegen Amtsschimmel: Elisabeth Schnell wird zur Pech-Marie

Eigentlich wollte Elisabeth Schnell nur neue Ausweise, weil die alten gestohlen wurden. Kaum ist die neue ID im Haus, hält die Radio-Legende kurz den Atem an: Das Passbüro hat aus ihr «Marie» gemacht. So stehe es auf ihrer Geburtsurkunde, sagen die Beamten.

Porträt von Elisabeth Schnell

Bildlegende: Schneller Namenswandel Aus Elisabeth wird Marie Schnell. Keystone

Ein Unglück kommt selten allein. Radio-Legende Elisabeth Schnell (84) kann davon ein Lied singen. Diebe stehlen Schnells Handtasche. Schnell muss sich Schnell Identitätskarte und Pass besorgen. Doch auf ihrer frischgedruckten ID steht nicht «Elisabeth Schnell», sondern «Marie Elisabeth Schnell». Das berichtet der «Blick» am Freitag.

«  Dieser Name ist eine Furzidee! »

«Marie» Elisabeth Schnell
Radio-Legende

Sie heisse Elisabeth Schnell – seit 84 Jahren. «Erst glaubte ich, es sei nur ein Fehler, den man leicht rückgängig machen kann», sagt sie «glanz & gloria». Doch Reklamieren hilft nicht. Die Behörden bleiben stur, denn «Marie» steht an erster Stelle ihres Geburtsscheins.

Schnell müsste vor Gericht

Will sie ihren Rufnamen «Elisabeth» zurück, muss sie eine Namensänderung beantragen. Diese kostet aber viel Geld, da man dafür vor Gericht muss.

Glück im Unglück hat «Marie» Elisabeth Schnell aber trotzdem: Mit ihren neuen Ausweisen kann sie nun zumindest halbwegs inkognito reisen.

Das sagen die Behörden

Gemäss Peter Klossner, Chef des Zürcher Passbüros, ist die Namensänderung kein Fehler. «Wir stimmen jeden Eintrag mit dem Familienregister ab», sagt Klossner im «Blick». Elisabeth Schnell sei nicht die einzige Betroffene. Immer wieder kämen ähnliche Situationen vor. «Wir können nichts machen. Wir halten uns nur an die Vorschriften.»