Weltweite Empörung über Oprah Winfreys Zürcher Shopping-Erlebnis

Negative Schlagzeilen für die Schweiz: Dass der dunkelhäutigen Talkmasterin Oprah Winfrey (59) in einer Zürcher Boutique verwehrt wurde, eine teure Tasche zu kaufen, sorgt weltweit für Empörung.

Von der britischen BBC bis zur somalischen Nachrichtenplattform Wararka berichten zahlreiche Zeitungen und Websites am Freitag über den Vorfall in der Zürcher Luxus-Boutique.

Dort ist US-Talkmasterin Oprah Winfrey (59) nämlich nach eigenen Angaben ein Opfer von Rassismus geworden. Wie die Moderatorin in zwei TV-Interviews schilderte, wurde sie kürzlich in einem edlen Laden in Zürich nicht nach Wunsch bedient.

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Oprah Winfrey spricht bei Larry King über ihr Shopping-Erlebni...

1:08 min, vom 9.8.2013

Sie habe sich eine Handtasche näher ansehen wollen, doch die Verkäuferin habe sich geweigert, diese aus dem Regal zu holen. «Die Frau sagte: 'Nein, diese Tasche ist zu teuer, ich zeige Ihnen eine andere'», sagte Winfrey in der Talkshow von US-Moderator Larry King.

Winfrey, deren Vermögen auf umgerechnet mehr als zwei Milliarden Franken geschätzt wird, habe zwei Mal nachgefragt, die gewünschte Tasche aber nicht bekommen. Daraufhin habe sie den Laden ohne zu protestieren verlassen. «Ich hätte auch einen Aufstand machen und meine schwarze Kreditkarte auf den Tisch knallen können», sagte die 59-Jährige im Interview mit «Entertainment Tonight» des TV-Senders CBS. Darauf habe sie aber verzichtet.

Oprah Winfrey wollte keinen Aufstand machen

Eigentlich habe sie Lust auf einen «Pretty Woman-Moment» gehabt, sagte sie in Anspielung auf eine Szene in dem Film mit Julia Roberts. «Ich wollte zurückgehen, alles kaufen und sagen 'Grosser Fehler'», verriet sie bei Larry King. Aber dann habe sie daran gedacht, dass die Verkäuferin Provision bekomme und es nicht getan. Die dunkelhäutige Moderatorin war im Juli anlässlich der Hochzeit von Tina Turner in die Schweiz gereist.

Boutique-Besitzerin bittet Winfrey um Entschuldigung

Boutiquen-Besitzerin Trudie Götz entschuldigte sich derweil bei Oprah Winfrey. «Mir tut dieser Zwischenfall aufrichtig leid», so Trudie Götz gegenüber SRF. «Das kann nur ein Kommunikationsproblem und ein Missverständnis sein.» Sie könne sich die Geschichte so, wie sie Oprah Winfrey darstellt, absolut nicht vorstellen.

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Trudie Götz nimmt Stellung zur Winfrey-Affäre

1:58 min, vom 9.8.2013

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Zoff um eine Luxus-Tasche

    Aus Schweiz aktuell vom 9.8.2013

    Eine rassistische Beleidigung? Ein unglückliches Missverständnis? Was sich vor drei Wochen in einer Zürcher Luxusboutique zugetragen hat, schlägt hohe Wellen: Als sich Oprah Winfrey, eine der bekanntesten amerikanischen TV-Moderatorinnen und reichsten Frauen der Welt, eine teure Handtasche anschauen will, erlebt sie eine böse Überraschung.

  • Oprah Winfrey über ihr Zürcher Shopping-Erlebnis

    Aus glanz und gloria vom 9.8.2013

    Die amerikanische Talk-Ikone Oprah Winfrey wollte in einer Zürcher Luxus-Boutique einkaufen. Aber die Shopping-Laune kam ihr plötzlich abhanden. Jetzt spricht sie darüber im amerikanischen Fernsehen.