Wetterfrust: «Meteo»-Moderatoren sind Blitzableiter der Zuschauer

Ein Sturm der Entrüstung geht derzeit durch die Schweiz: Schnee an Ostern, kältester März seit 26 Jahren. Das Stimmungs-Tief der «Meteo»-Zuschauer bekommen auch die SRF-Wetterfrösche zu spüren.

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Thomas Kleiber über den Wetterfrust

1:44 min, vom 31.3.2013

Seit Tagen müssen die «Meteo»-Moderatoren ihren Zuschauern die gleichen tristen Nachrichten überbringen: Der Himmel zeigt sich grau in grau – Hoffnung auf eine Wetterbesserung ist nicht wirklich in Sicht.

Und obschon die SRF-Wetterfrösche damit nur ihre Pflicht erfüllen, bekommen sie den Wetterfrust der Zuschauer am eigenen Leib zu spüren. «Seit einer Woche sind die Leute richtig wütend. Das spüren wir sehr», so der «Meteo»-Mann Thomas Kleiber im Interview mit «g&g weekend».

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Kalter Frühling: Schlechte Nachrichten von der «Meteo»-Front

0:58 min, vom 31.3.2013

Sogar Beschimpfungen müsse das «Meteo»-Team über sich ergehen lassen. Doch auch Fassungslosigkeit über die aktuelle Wetterlage erreiche die Redaktion häufig: «Es ist doch Frühling, da sollt es meiner Meinung nach nicht schneien», schrieb ein aufgebrachter Zuschauer an Thomas Kleiber. Dieser versucht das aktuelle Stimmungstief mit Humor zu nehmen: «Am liebsten würde ich in solchen Fällen zurückschreiben: 'Der Frühling kümmert sich nicht um Ihre Meinung.»

Kleiber hat aber durchaus auch Verständnis dafür, dass sich der Sturm der Entrüstung bei den Moderatoren entlädt: «Wir sind die Überbringer dieser Botschaft. Und deshalb gehört das halt auch dazu.»

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