Zwei Tage nach dem Rennerfolg: Tom Lüthi wird 30 Jahre alt

Der Motorradrennfahrer im Geburtstagsinterview über das Alter, den Sport und die Familienplanung.

Tom Lüthi mit gelbem Cap. Streckt einen Daumen hoch.

Bildlegende: Daumen hoch Der Emmentaler hat allen Grund zum Feiern. Keystone

Ist ihr Sieg in Silverstone das perfekte Geburtstagsgeschenk?
Lüthi: Natürlich ist es schön, zwei Tage vor dem Geburtstag ein Rennen zu gewinnen. Wobei man es aber nicht wirklich als Geschenk bezeichnen kann. Das Comeback war hart. Wir wurden alle an unsere Grenzen gebracht, der Einsatz des Teams war nahezu perfekt.

Was bedeutet es Ihnen, 30 zu werden?
Lüthi: (lacht) Prinzipiell bedeuten mir Geburtstage nicht sehr viel, jedenfalls feiere ich sie nie. Man ist schliesslich immer so alt, wie man sich fühlt.

Mit 30 wir das Thema Familienplanung bei vielen aktueller: Auch bei Ihnen?
Lüthi: Aktuell bin ich quasi mit dem Motorsport verheiratet.

Wären Sie gerne nochmals 20?
Lüthi: Ehrlich gesagt nicht. Wenn man sich mit 30 wünscht, nochmals 20 zu sein, würde das ja heissen, dass man mit 40, 50 oder 60 nichts Schönes mehr erleben kann? Ich habe seit meinem 20. Lebensjahr sehr viele tolle Erfahrungen gemacht. Lebenserfahrungen, die ich nicht missen möchte. Diese Jahre haben mich dahin gebracht, wo ich jetzt bin – und ich bin sehr glücklich damit.

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Tom Lüthi triumphiert sensationell in Silverstone

3:28 min, aus sportpanorama vom 4.9.2016

Sieg nach Sturz

Nur zwei Wochen nach seinem schweren Sturz in Brünn hat Tom Lüthi eine wundersame Auferstehung gefeiert. Von Platz 10 aus gestartet, zeigte er ein fantastisches Rennen und überquerte die Ziellinie in Silverstone als Erster.