Tragik einer ewigen Tochter: die Geigerin Guila Bustabo

Guila Bustabo, Geigerin, Biographie schillernd wie aus einem Hollywood-Film, ein richtiges Melodram.

Guila Bustabo, geboren 1916 in Wisconsin, Amerikanerin mit rumänisch-italienischen Wurzeln, war ein Wunderkind. Doch die glänzende Fassade hatte ihre Schattenseiten: Yehudi Menuhin erinnerte sich später an sie als ein herausgeputztes Püppchen, das oft mit blauen Flecken und Striemen an den Armen und im Gesicht zum Unterricht erschien.

Ihrer Mutter Blanche war die Karriere der Tochter einziger Lebensinhalt. Während des zweiten Weltkriegs blieb sie in Europa und gab dort Konzerte. Im Oktober 1940 spielte Guila Bustabo im Amsterdamer Concertgebouw, im Publikum etliche Nazigrössen. Nach dem Krieg erfuhr US-General Patton davon und liess die Geigerin verhaften.

Sie kam zwar wieder frei, aber sie war gebrandmarkt als Nazigeigerin, das Fallbeil für ihre Karriere in den USA.

Autor/in: Patricia Moreno