Hafen Hamburg (4/4)

In der vierten Folge möchte Sara Lisa hinter die Kulissen des Stadtviertels St. Pauli schauen, Giuliano geht zu einem wichtigen Casting, und im Hafen wird ein Kreuzfahrtriese einfahren.

Bei Sara Lisa Schäubli läuft es beruflich gut. Sie hat Aufträge und begibt sich auf Recherchetour in ihr Lieblingsstadtviertel St. Pauli. Das berüchtigte Stadtviertel am Hafen steht für Party und ungebremstes Vergnügen, ist aber auch ein beliebtes Wohnviertel. Sara Lisa möchte hinter die Kulissen schauen und Menschen porträtieren, die hier auf dem Kiez leben und arbeiten. Dafür trifft die Journalistin Viktor Hacker, den Türsteher eines Heavy-Metal-Klubs, für ein Interview und lässt sich erzählen, wie er auf den Kiez gekommen – und warum er geblieben ist.

Ein grosser Tag für Musicaldarsteller Giuliano Mercoli. Er ist auf Jobsuche für die Zeit nach dem Musical «Ich war noch niemals in New York». Früh am Morgen steht ein wichtiges Casting an, doch die Konkurrenz ist gross. Wird es klappen? Den Familienvater plagen auch Zukunftsängste. Weil beide in der Musicalbranche arbeiten, muss die kleine Familie flexibel sein: Seine norddeutsche Frau steht derzeit in Thun auf der Bühne und Giuliano in Hamburg. Nach Feierabend philosophieren Giuliano und seine Kollegen im Hafen über ihre Zukunft.

In der vierten Folge der «DOK»-Serie wird ein Kreuzfahrtriese nach Hamburg einfahren: «Mein Schiff 1». Innerhalb von zwölf Stunden müssen mehr als 2000 Passagiere die Kojen tauschen, Kabinen geputzt und Proviant für die neue Reise aufgeladen werden. An Bord: der Schweizer «Sanitation Officer» Gian Lucca Kern, der das Ganze überwacht. Ist ein Kreuzfahrtschiff von grosser Fahrt zurück, gibt es für die Crew keine Zeit zum Ausruhen. Auf dem Schiff müssen Ordnung geschaffen und die leeren Vorratskammern aufgefüllt werden. Nur zwölf Stunden sind für den Aufenthalt in Hamburg geplant – für die Besatzung des Ozeanriesen «Mein Schiff 1» bedeutet die Stippvisite mit Passagierwechsel eine enorme logistische Herausforderung.

Thomas Gisiger arbeitet weiter an seinem Theaterstück über Kreuzfahrt. Inspiriert von den Erlebnissen seiner Mutter auf einem Ozeanriesen schreibt er über Entertainment, Wellengang, aber auch die Einsamkeit auf hoher See. Und weil es für seine Mutter erneut von Hamburg aus auf Kreuzfahrt geht, packt Thomas seine Koffer für die Recherchereise an Bord. Für Mutter Priska eine riesige Überraschung.

Ursula Richenberger besucht das alte Segelschiff Peking auf der Peters Werft. Für die technikbegeisterte Leiterin des Hamburger Hafenmuseums ein grosser Tag. Der Hamburger Viermaster soll zu einem neuen Wahrzeichen des Hafens werden. Nach aufwendiger Restaurierung soll die Peking im Jahr 2020 als Besuchermagnet zunächst an der Quaimauer vor dem Museum festmachen. Aber bis dahin ist noch viel zu tun. Der legendäre P-Liner, der 1911 bei der Hamburger Werft Blohm+Voss vom Stapel lief, lag 40 Jahre in New York und rottete vor sich hin. Rund 26 Millionen soll die Restaurierung kosten. Für Ursula Richenberger ein spannendes Projekt.