Wie geht SRF mit der Berichterstattung über Terroristen um?

Anfrage vom 31.08.2016

Menschen in Brüssel gedenken der Opfer der Terroranschläge.

Bildlegende: Werden Medien von Terroristen instrumentalisiert? Eine Gratwanderung zwischen Information und Propaganda. Keystone

So antwortet SRF:

Da Terrorismus primär eine propagandistische Wirkung sucht, und Amokläufer öffentlich wahrgenommen werden wollen, sind die Medien bei diesem Thema nicht nur Beobachter, sondern zugleich Akteure. SRF steht also in einer besonderen Verantwortung.

Polizeiliche Ermittlungen und wissenschaftliche Erkenntnisse legen nahe, dass solche Gewaltakte häufig von Nachahmungstätern verübt werden. Wir müssen also dafür sorgen, dass Täter möglichst wenig Gelegenheit bekommen, sich zu profilieren und – in der Wahrnehmung von Fanatikern oder psychisch Labilen – gar zu Helden werden.

SRF verzichtet deshalb darauf, Bilder und Namen von Attentätern und Amokläufern zu veröffentlichen. Dasselbe gilt für Propagandamaterial der Täter oder für aufgezeichnete Video-Botschaften. Namen von Terroristen nennen wir nur dann, wenn es sich um «Funktionäre» oder Drahtzieher handelt.

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