«Achtung Mütter!» (2/4): Mit der arbeitenden Claudia Argentato

Vier Mütter mit unterschiedlichen Vorstellungen von Kindererziehung, Familienmodellen und Wertevermittlung treffen in der Doku-Serie «SRF HE!MATLAND – Achtung Mütter!» aufeinander. In Folge 2 steht das Familienmodell der Vollzeit arbeitenden und alleinerziehenden Mutter Claudia Argentato im Fokus.

Claudia Argentato hat eine sechsjährige Tochter, ist alleinerziehend und arbeitet 100 Prozent in einer leitenden Position. Als gebürtige Finnin ist es für sie selbstverständlich, dass Mütter arbeiten und ihre Kinder im Hort betreuen lassen. Sie selber ist auch so aufgewachsen – mit einer Mutter, die immer berufstätig war. Eine Karriere verfolgen und gleichzeitig Mutter sein, schliessen sich für sie nicht aus. Sie könnte es sich nie vorstellen, von einem Mann und dessen Einkommen abhängig zu sein. Aber das Leben als Alleinerziehende ist auch anstrengend – alles lastet auf ihren Schultern und einen neuen Partner kennenzulernen neben Kind, Haushalt und Arbeit, ist ein äusserst schwieriges Unterfangen.

Doch die härteste Kritikerin einer Mutter ist eine andere Mutter. Und Claudias Modell stösst in der Frauenrunde auch auf Unverständnis. Ihr hohes Arbeitspensum und die Fremdbetreuung werden nicht goutiert. Für einige ist der Hort ein Dorn im Auge, wo Kinder einfach abgeschoben werden. Einige fragen sich gar, warum sie denn ein Kind hat, wenn sie eine Karriere verfolgen möchte. Diese Vorurteile lösen sich aber auch während der Diskussion auf.