Mona mittendrin «Um Schlagermusik habe ich bisher einen grossen Bogen gemacht»

Mona Vetsch kann mit Schlager wenig anfangen, aber sie weiss: Das Schlagerpublikum ist eines der härtesten der Welt. Es will nur Hits und immer mitsingen. Wie hat Mona das Schlager Open Air erlebt?

Mona Vetsch mit Andy Borg beim Schlager Open Air

Bildlegende: Mona Vetsch mit Andy Borg beim Schlager Open Air SRF

Zu Beginn der Sendung erhältst du eine sprechende Grusskarte, die dich auf die Alp Plaun einlädt. Was dachtest du, was dich dort erwartet?

Ein Senn, eine einsame Alphütte ohne fliessend Wasser und viele Kühe, die ich melken muss. Der Hinweis war ja wirklich fies. Er hat mich total in die Irre geführt.

«  Meine erste selbstgekaufte Kassette war Nino de Angelo. »

Du landest schliesslich an einem Schlager Open Air. Wie stehst du zu Schlager?

Meine erste selbstgekaufte Kassette war Nino de Angelo, «Jenseits von Eden». Die alten Schlager-Sachen kann ich alle auswendig, das lief ständig bei uns daheim. Aber seit den rebellischen Teenagerzeiten hab ich einen grossen Bogen um diese Musik gemacht.

Wie hast du die Schlagerfans erlebt?

Sehr integrativ: Kaum da, wurde ich schon von einer Mitschunkel-Truppe untergehakt. Und bunt gemischt, vom Kleinkind bis zum Grosi.

Gute Laune ist Pflicht bei dieser Art von Musik. Hat das nicht etwas Aufgesetztes?

Dachte ich auch. Aber die gute Laune beim Publikum ist ja echt. Das Schlagerpublikum gilt deshalb als das härteste Publikum der Welt: Es will nur Hits, es will mitsingen, es will sich auf Knopfdruck gut fühlen. Wer das nicht bringt, ist sofort weg vom Fenster.

«  Andy Borg ist Showprofi durch und durch. »

Du hast Schlager-Legenden wie Andy Borg, Matthias Reim und Claudia Jung betreut. Wie waren die so im Umgang?

Claudia Jung und Matthias Reim waren erfrischend cool, mit Humor und Selbstironie. Andy Borg ist Showprofi durch und durch. Als seine Frau und Managerin uns in ihrem Auto nicht drehen liess, schimmerte ein anderer, ein privater Andy durch. Das war spannend zu sehen.

Was war für dich der schönste Moment in den drei Tagen?

Als die Murmeli am Morgen danach wieder pfeifend aus ihren Löchern kamen. Sie haben das Festival ohne Folgeschäden überstanden.

Und wann musstest du am meisten die Zähne zusammenbeissen?

Als klar war, dass zu wenig Zuschauer gekommen waren, tat mir der geknickte Programmschef Fredy echt leid. Sein Herzblut und all die Arbeit haben nichts genützt.

Wirst du jemals wieder ein Schlagerkonzert besuchen?

Sag niemals nie.

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