Wir Pendler Unterwegs mit Pendlern

Selber könnte sie sich nie vorstellen, zwischen Wohn- und Arbeitsort zu pendeln – aber beruflich ist sie hunderte Kilometer pro Tag in der ganzen Schweiz unterwegs. Sie hat jeden Tag mit unzähligen Pendlern zu tun, doch ihr Arbeitsweg dauert gerade mal 10 Minuten.

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«Ich bin gerne unterwegs»

1:10 min, vom 8.5.2017

Priska Portmann (52) ist SBB-Zugchefin aus Leidenschaft. Sie liebt Menschen und lässt sie das spüren: Mit einem herzlichen «Guten Morgen», wenn gestresste Passagiere zum Zug rennen – mit einem Lächeln und «en schöne Tag», wenn sie wieder aussteigen. «Ich weiss, das machen nicht alle, aber wenn immer möglich begrüsse und verabschiede ich meine Passagiere persönlich bei der Türe.»

«  Es ist schön, wieder unter Leuten zu sein. »
Priska Portmann bei den Dreharbeiten

Bildlegende: Priska Portmann bei den Dreharbeiten SRF

Priska ist glücklich, dass die SBB sie auch als Wiedereinsteigerin mit offenen Armen aufgenommen hat. Nach vielen Jahren, in denen sie sich ausschliesslich dem Familienleben gewidmet hatte, wollte sie 2003 wieder zurück in den Berufsalltag. «Der Wiedereinstieg war ein Highlight. Es ist schön, als Erwerbstätige wieder unter den Leuten zu sein, eigenes Geld zu verdienen und andere Gesprächspartner zu haben.» Im früheren Berufsleben war Priska unter anderem kaufmännische Angestellte sowie Polizeihostess bei der Zürcher Stadtpolizei.

«  Tanzen ist meine Leidenschaft »

Nicht nur in ihrem Arbeitsalltag ist Bewegung angesagt: «Wenn immer möglich, gehe ich in meiner Freizeit walken oder betreibe Fitness und Yoga.» Mit 43 hat sie sich einen Kindheitstraum erfüllt und klassischen Ballettunterricht genommen. Auch heute noch ist Tanzen eine grosse Leidenschaft von Priska.

Wichtig sind ihr Familie und Freunde: «Mein gutes soziales Netz ist mir sehr wertvoll. Aber ich geniesse auch die Ruhe in den Bergen, da ich in meinem Beruf immer aufmerksam sein muss und sich mein Alltag hauptsächlich in der Öffentlichkeit abspielt.» Ihren Ehemann hat sie mit 19 Jahren bei einem Sprachaufenthalt in England kennengelernt – ihre beiden gemeinsamen Kinder sind bereits im erwachsen.

Priska hat noch einen grossen Wunsch: «Ich will Klavierspielen lernen. Auch das ist ein grosser Kindheitstraum von mir.»

Priska Portmanns Tipps für Pendler

  • Die beste Smartphone-Alternative im Zug: Aus dem Fenster schauen, Natur bewundern, die Jahreszeiten bestaunen.
  • Die beste Zeit zum Pendeln: Am frühen Morgen vor dem grossen Ansturm
  • Die schönste Bahnhofseinfahrt: Kurz vor Bern bei guter Sicht auf das Alpenpanorama.
  • Die schönste Zugstrecke: Bei Tageserwachen nach Chur fahren und Walensee und Kurfirsten bestaunen.
  • Keine Gepäckstücke auf den Sitzen deponieren, dann hat es Platz für alle.
  • Die Pendelstrecke von Priska Portmann
    Pendeln zum Arbeitsplatz: 10 Minuten vom HB Zürich entfernt
    Pendeln als Zugchefin: Täglich hunderte Kilometer auf dem SBB-Streckennnetz
    Pendeln für die SRF-Serie: Zürich-Bern, Bern-Zürich, Zürich-Luzern, Luzern-Zürich, Zürich-Luzern, Luzern-Zürich, Zürich-Olten, Olten-Zürich