«Vier zum Volk» (1/4): Martin Candinas im Lastwagen

«SRF HE!MATLAND – Vier zum Volk»: Start der zweiten Staffel

Die Politiker-Doku «Vier zum Volk» unterzieht Schweizer Politiker einem Reality- Check. Vier Nationalräte der Bundesratsparteien arbeiten drei Tage lang in einem Umfeld, in welchem man nicht immer derselben Meinung ist wie sie. Den Anfang macht der Bündner CVP-Nationalrat Martin Candinas. Er hat sich zum Ziel gesetzt, den öffentlichen Verkehr noch weiter auszubauen. Der Bündner trifft in der Sendung «SRF HE!MATLAND – Vier zum Volk» auf Lastwagenchauffeure, denen die Strasse alles bedeutet und die für den Ausbau von Strassen plädieren.

Martin Candinas taucht für drei Tage in die Welt des Transportunternehmens ein. Der Bündner tauscht Zug und Bus gegen Sattelschlepper und Schienen gegen Strasse. Drei Tage lang lebt Candinas das Leben eines Lastwagenchauffeurs. Zwei unterschiedliche Meinungen treffen aufeinander. «Für mich geht es in erster Linie darum, den öffentlichen Verkehr auszubauen. Dass man Strassen an gewissen Engpässen ausbauen muss, ist mir klar», so Candinas, «aber die Lösung ist nicht nur bauen, bauen, bauen. Sondern die Frage, was kann man in den öffentlichen Verkehr verlagern?»

Werner Hochuli fährt seit 48 Jahren grosse Gefährte. Sein Familienunternehmen Hochuli GmbH ist sein ganzer Stolz. Sohn Manuel und Schwiegersohn Pitsch sind zwei von den neun Chauffeuren, die täglich auf den Strassen der Schweiz und Europa Güter transportieren. «Die Strasse ist mein Leben, das ist Heimat», sagt Werner. Aber leitungsabhängige Schwerverkehrsabgaben (LSVA) und die ausländische Konkurrenz bedrohen seine Existenz. Martin Candinas begleitet die drei Herren auf ihren täglichen Routen und erfährt, wie sich das Leben auf den Strassen tatsächlich abspielt. Dabei ist Geschick gefordert: Ob Baumstämme im Wald auf den Laster hieven, Gabelstapler fahren oder eine Nacht im Lkw verbringen; Der Politiker erlebt drei Tage, die er nicht so schnell vergessen wird – und seine Meinung hinsichtlich Strasse gegen Schienen vielleicht verändert.