«Vier zum Volk» (2/4): Doris Fiala bei der Unia

Arbeiter auf dem Bau zum Demonstrieren anstiften, Lohnforderungen Jahr für Jahr hochschrauben und Unternehmer mit Streikdrohungen unter Druck setzen. Das Vorgehen der Unia findet FDP-Nationalrätin Doris Fiala unverschämt. Wer immer mehr fordere, gefährde die Sozialpartnerschaft in der Schweiz.

Die Zürcher Politikerin wagt sich in der zweiten Sendung von «SRF HE!MATLAND – Vier zum Volk» in die Höhle des Löwen. Drei Tage lang ist sie mit der Unia Zentralschweiz auf Baustellen unterwegs und sieht eine Realität, die sie so wohl nie erwartet hätte.

Doris Fiala taucht für drei Tage in die Welt der Unia Zentralschweiz ein. Statt am Rednerpult steht die Kommunikationsexpertin auf der Baustelle. Die beiden Unia-Gewerkschafter Giuseppe Reo und Cristiano Azevedo nehmen die FDP-Politikerin unter ihre Fittiche. Für die zwei ist klar: «Die Unia braucht es, damit die Arbeitsverhältnisse geregelt sind und nicht jeder machen kann, was er will.» Sie wollen Doris Fiala beweisen, dass es auf dem Bau ohne Unia wild zu- und hergehen würde.

Doch schon die erste Begegnung hat es in sich: Doris Fiala erhält passende Kleidung und Ausrüstung für die kommenden Baustellen. Der alte, verbeulte Helm von Gewerkschafter Reo zeugt von einem Angriff eines Vorabeiters, der handgreiflich wurde. Doch die FDP-Politikerin ist nur kurz beeindruckt, schnell bahnt sich ein erster Konflikt an. Zu unterschiedlich sind die politischen Haltungen.

Die Baustellenkontrolle am übernächsten Tag ist für Unia-Kritikerin Doris Fiala allerdings ein Wendepunkt. Hautnah erlebt sie, wie auf dem Bau Menschen ausgenutzt werden. Sie erkennt das Problem und ist gewillt, in Bern aktiv zu werden: «Was ich hier erlebt habe, war mir nicht bewusst, dem muss man politisch den Riegel schieben.»