«Vier zum Volk» (3/4): Cédric Wermuth beim Militär

Keine bewaffneten Streitkräfte, keine Luftwaffe, und überhaupt braucht es doch gar keine Armee. Das ist die radikale Haltung von SP-Nationalrat Cédric Wermuth.

Der Hoffnungsträger der Linken wagt sich in der zweiten Folge «SRF HE!MATLAND – Vier zum Volk» tief in die Höhle des Löwen und hilft dem Militär bei den Aufräumarbeiten in Bondo. Dort ist anpacken angesagt, eine ungewohnte körperliche Arbeit für den Aargauer Berufspolitiker.

Cédric Wermuth, der erklärte Armeegegner, taucht für drei Tage ein in die Welt des Militärs. Mit dem Katastrophenschutz geht er nach Bondo und hilft bei den andauernden Aufräumarbeiten. Ausgerüstet mit Tarnanzug und Abzeichen wird Wermuth im Soldatenkorps aufgenommen. Dabei stellt sich für ihn die Frage, inwiefern solche Aufgaben militärisch organisiert sein müssen.

Brigadier Stefan Christen nimmt Wermuth unter seine Fittiche. Für Christen ist die Armee eine Versicherung für die gesamte Schweiz, «die einzige Versicherungspolice, die unser Land hat.» Wermuth ist Mitglied der Gsoa, der Gesellschaft für eine Schweiz ohne Armee. Der brillante Redner gerät bereits beim Anziehen der Militärkleidung ins Schwitzen: «Zurück kann ich ja nicht mehr jetzt, aber mein Magen reagiert grad. Es gibt einen Grund, warum ich das nicht gemacht habe.»

Die Arbeit beim Katastrophenschutz ist für den Berufspolitiker Wermuth eine Herausforderung. Er muss sich der militärischen Hierarchie unterordnen und lernt den Alltag in einem Katastrophengebiet kennen.