«Vier zum Volk» (4/4): Nadja Pieren bei den Flüchtlingen

Einwanderung begrenzen, nur schützen, wer an Leib und Leben bedroht ist, keine falschen Anreize schaffen für Wirtschaftsflüchtlinge: Das ist die politische Haltung von SVP-Nationalrätin Nadja Pieren.

Für die vierte und letzte Folge «SRF HE!MATLAND – Vier zum Volk» arbeitet die Bernerin drei Tage lang in einem Arbeitsprojekt mit Flüchtlingen und stellt sich deren Schicksal.

SVP-Nationalrätin Nadja Pieren aus dem Kanton Bern ist für die humanitäre Hilfe bei Flüchtlingen: Wer an Leib und Leben bedroht ist, soll Schutz in unserem Land bekommen. Wer sich aber nur ein besseres Leben wünsche, der sei in der Schweiz nicht erwünscht: Wirtschaftsflüchtlinge sind der Politikerin ein Dorn im Auge.

Im Arbeitsprojekt HandsOn der Heilsarmee Flüchtlingshilfe lernt Pieren Salman Sharifi kennen. Der Afghane hat kein Asyl in der Schweiz bekommen. Er und seine Familie sind vorläufig aufgenommen. Sharifi zeigt ihr, wie man Taschen in Schweizer Qualität näht und nimmt sie mit nach Hause zu Frau und Kindern.

Im Gegenzug führt Nadja Pieren Salman und seine Arbeitskollegen durch das Bundeshaus. Im Nationalratssaal stellt sie sich den kritischen Fragen der Asylsuchenden und muss eingestehen, dass es auch motivierte Asylsuchende gibt, die interessiert sind, etwas zu lernen. «Aber das ist eine kleine Minderheit», ist sie überzeugt. Die grosse Mehrheit wolle nicht einmal die Sprache lernen, so Pieren.

Nach drei Tagen aber weiss die Politikerin, dass die Asylverfahren schneller abgeschlossen sein müssten, damit die Ungewissheit dieser Menschen nicht unnötig in die Länge gezogen wird. Es scheint auch, als wäre ihr Salman Sharifi ein Stück ans Herz gewachsen. Ob sie sich bei einer Abschiebung in sein Herkunftsland für ihn und seine Familie einsetzten würde?