«Weisses Gold» (1/3)

In der Schweiz leben ganze Regionen vom Schnee; etwa durch den Tourismus oder den Wintersport. Doch das wertvolle Gut wird knapp. Grund dafür ist laut Forschern der Klimawandel. Die Doku-Serie «Weisses Gold» begleitet fünf Personen mit einer besonderen Verbindung zum Schnee.

Diese 5 Personen zeigen auf, wie die Erderwärmung jahrzehntealte Strukturen aufbricht und welche direkten Folgen dies in ihrem täglichen Leben hat.

Einer von ihnen ist Bergführer Martin Nellen. Dass das Eis auf dem Aletschgletscher schmilzt, ist für ihn besonders hart. Er betrachtet ihn als Freund. Der Alpinist prüft gesetzte Markierungen auf dem Gletscher und sieht, wie dieser sich verändert.

Ebenfalls im Schnee zu Hause ist Daniel Imboden, der Herr Holle von Zermatt. Eine Seilbahnkabine hangelt sich hoch zur Station Trockener Steg auf 2939 Metern über Meer. Per Knopfdruck bedient Imboden über 1500 Schneekanonen – und bereitet sie für den Winter auf den Alpwiesen vor.

Von solch einer gigantischen Anlage wie in Zermatt kann Peter Wyler nur träumen. Zusammen mit einem kleinen Team an freiwilligen Helfern sammelt er Geld, um auf der Axalp Schneekanonen zu installieren. Es ist der Versuch, das kleine Skigebiet über dem Brienzersee gegen die Klimaerwärmung zu schützen. Obwohl das Gebiet klein ist, ist es für die Hausbesitzer und das lokale Gewerbe volkswirtschaftlich eine wichtige Einnahmenquelle.

Ebenfalls vom Schnee abhängig ist Lia-Mara Bösch. Sie ist eine der besten Slope-Style-Snowboarderinnen der Schweiz. Ohne Schnee kann sie ihrer Berufung nicht nachgehen.

Im WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos züchtet Jürg Trachsel Schnee. An langen Drähten entstehen die einzelnen Schneekristalle. In der tausendfachen Vergrösserung unter dem Elektronenmikroskop geben die Schneeflocken das Geheimnis ihrer Entstehung preis. Seine Zahlen aus der Forschung bestätigen nämlich; der natürliche Schnee wird wegen des Klimawandels immer weniger.