Ein Konzil veränderte die Schweiz

Vor 50 Jahren begann das 2. Vatikanische Konzil. Seither arbeiten die Landeskirchen in der Schweiz eng zusammen. Die Priester beten deutsch und nicht mehr lateinisch. Und die Mauern zwischen katholischen und protestantischen Familien, Vereinen und Gemeinden sind gefallen.

Das Innere des Petersdoms war zu einer gigantischen Konzilsaula umgebaut worden. Im Mittelschiff fanden sich auf beiden Seiten 90 Meter lange, ansteigende Tribünen, von denen aus debattiert wurde, 11. Oktober 1962.
Bildlegende: Das Innere des Petersdoms war zu einer gigantischen Konzilsaula umgebaut worden. Im Mittelschiff fanden sich auf beiden Seiten 90 Meter lange, ansteigende Tribünen, von denen aus debattiert wurde, 11. Oktober 1962. Keystone

Am 11. Oktober 1962 eröffnete Papst Johannes XXII. das Konzil mit einer eindrücklichen Feier im Petersdom. Dank der neuen Verbreitung des Fernsehens flimmerten die Bilder auch in die Schweizer Stuben.

Anschliessend haben über 3'000 Bischöfe aus der ganzen Welt in unzähligen Arbeitsstunden die Öffnung der katholischen Weltkirche verwirklicht.

Diese Öffnung hat auch die Schweiz erfasst. Der Kapuzinerpater Willi Anderau erinnert sich gerne an diesen Aufbruch. Er war damals Student im Priesterseminar und hat das Tauwetter in der jahrtausend alten Kirche selber als Befreiung empfunden.

Willi Anderau berichtet, was das Konzil alles verändert hat. Die Hörerinnen und Hörer erzählen, wie sich die Annäherung zwischen Katholiken und Protestanden in ihrem Leben ausgewirkt hat.

Redaktion: Anne-Käthi Zweidler