Josef Hader «When I was young» und «Tod»

Josef Hader ist 34 Jahre jünger als sein grosser Vorgänger Helmut Qualtinger. Ein halbes Leben. Und doch knüpft er beim gleichen Thema an. Die «Jeunesse dorée»: wie macht man am bequemsten Karriere. Tun, was die Mamma will, und das reichste Mädel im Dorf heiraten.

Keinen Stress, nur am Schluss: «The Death» lalala. Das Ganze kommt wie ein billiger Schlager daher, auf Wiener-Englisch lalala.
Die zweite Nummer heisst lapidar «Tod». Hader beschäftigt sich mit den äusseren Vorgängen: beerdigen oder verbrennen? Grab oder Urne, Risiken und Vorteile.

Wenn I amal stiab

Von der Schweiz aus betrachtet findet das Österreichische Kabarett vor allem in Wien statt, und vieles, was wir mit der Wiener Mentalität verbinden, spiegelt sich in den Programmen der Kabarettisten. Bei Georg Kreisler und Gerhard Bronner zum Beispiel elegant und bösartig-charmant, oder bei Helmut Qualtinger, der die beflissene, misanthropische Maske perfektioniert hat. Sie waren die bekanntesten künstlerischen Ahnen zum Beispiel von Josef Hader oder Andreas Vitasek.
Der melancholischen, morbiden, arglistig-charmanten Seite des «Weaner Schmäh» widmet Schweizer Radio und Fernsehen eine Hörbühnen-Woche.

Redaktion: Margret Nonhoff