50 Jahre «Totemügerli» - Eine vielstimme Hommage an Franz Hohler

Es stammt aus Franz Hohlers zweitem Soloprogramm «Die Sparharfe» und hat eine einmalige Karriere gemacht: «Es bärndütsches Gschichtli» ist zu einem Stück Volkskultur geworden.

Franz Hohler
Bildlegende: Franz Hohler SRF / Andreas Eggenberger

«Totemügerli» sind Geister und leben ewig. Aber die Erzählungen über sie wandeln sich mit der Zeit und von Ort zu Ort. Darum hat Franz Hohler auch eine französische und eine rätoromanische Variante des «Bärndütsche Gschichtli» verfasst. Aber nicht nur erzählerisch, auch sprachlich hat diese in erfundenem Berndeutsch geschriebene Geschichte Wurzeln geschlagen: Wörter wie «aaschnäggele» oder «ugantelig» sind aus dem «Bärndütsche Gschichtli» ausgebrochen und in den Alltagswortschatz eingegangen.

Der Jubiläumsanlass zum 50. Geburtstag des Textes bringt Künstlerinnen und Künstler auf die Bühne des Kleintheaters Luzern, die eigene «Totemügerli»-Geschichten verfasst haben, Experten, die das Wesen und Wirken dieser Geschichte sprachlich und literarisch einordnen. Und natürlich sitzt mitten in der Schar von Gästen Franz Hohler selbst. Er erzählt das «Bärndütsche Gschichtli» und manche Anekdote dazu.

Der Abend wurde am Samstag, 23. September 2017 im Kleintheater Luzern aufgezeichnet.

Mit: Franz Hohler, Bänz Friedli, Nora Gomringer, Lo & Leduc u.a.

Musik: Albin Brun - Moderation: Monika Schärer - Redaktion: Barbara Anderhub, Markus Gasser, Christian Schmutz - Produktion: SRF 2017 - Dauer: ca. 58'

Franz Hohler lebt als Schriftsteller in Oerlikon bei Zürich. Sein Werk umfasst Kabarettprogramme, Lieder, Theaterstücke, Film- und Fernseh-Produktionen, Kinderbücher, Kurzgeschichten und Romane. Zu seinen jüngsten Auszeichnungen zählen: Ehrenpreis der ktv Thun, Solothurner Literaturpreis, Alice Salomon Poetik-Preis, Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz zum Deutschen Kleinkunstpreis, Johann-Peter-Hebel-Preis.

Redaktion: Anina Barandun