«Begonie und Stifmüetterli» von Ernst Burren

Die alte Emma sinniert über ihr Leben, über ihren verstorbenen Mann Edgar, der sie oft geschlagen hat. Eigentlich liebte sie Franz, den Bruder des Mannes. Jetzt sind beide tot. Und Emma ist allein. Da ist noch die Tochter Käthy, aber die hat ihre eigenen Sorgen und ersäuft diese im Cognac.

Geri Dillier (Regisseur) und Stephanie Glaser während der Aufnahmen im Hörspielstudio.
Bildlegende: Geri Dillier (Regisseur) und Stephanie Glaser während der Aufnahmen im Hörspielstudio. SRF

Das Hörspiel «Begonie und Stifmüetterli» zeigt Ernst Burren auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Der Mundartschriftsteller schreibt nicht einfach nur auf Schweizerdeutsch. Nein, er spürt der Sprache nach, zeigt, wie sich Leben und Welt in der Sprache niederschlagen.

So verwebt er ein scheinbar belangloses Selbstgespräch einer einfachen, alten Frau in ein dichtes Lebensschicksal. Erinnerungen holen die Vergangenheit in die Gegenwart und konfrontieren Emma mit der eigenen Vergänglichkeit. Die Schauspielerin Stephanie Glaser führt eindringlich durch die Abgründe ihrer Figur.

Mit: Stephanie Glaser (Emma)

Musik: Martin Bezzola - Tontechnik: Roger Heiniger, Fabian Lehmann - Regie: Geri Dillier - Produktion: SRF 2004 - Dauer: 42'

Redaktion: Simone Karpf