«Bodies Under Attack» von Elodie Pascal

Seit Urzeiten verändern Menschen ihr Äusseres – Haare werden geschnitten, Nägel lackiert, Ohren durchstochen. Die einen gehen zum Schönheitschirurgen, um sich die Brüste oder Lippen vergrössern zu lassen, die anderen mögen Tätowierungen, Piercings, Implantate.

(Symbolbild)
Bildlegende: (Symbolbild) colourbox

Mit ihrem Feature «Bodies Under Attack» erforscht Elodie Pascal die Welt der Körpermodifizierung. Die Techniken sind vielseitig – und alt. Alle wurden abgeleitet von ritualisierten Formen des Körperschmückens, wie es bei Ureinwohnern vieler Länder lange Zeit Brauch war und immer noch ist.

Erich Kasten, Professor für Neuropsychologie an der Medical School Hamburg, spricht jedoch von einer Umkehrbewegung: «In den Ursprungsländern gibt es immer weniger Leute, die Tattoos haben. Während es bei uns umgekehrt einen Trend gibt, der da heisst: Zurück zur Natur.» Also hin zum Tattoo. Für ihre Körpermodifizierungen werden die sogenannten «Body Modder» oft und von vielen Seiten diffamiert. Und so ist der Titel des Stückes mehr als doppeldeutig.

Mit: Lilith Stangenberg, Gerti Drassel, Christiane von Poelnitz

Regie: Elisabeth Putz - Produktion: NDR/RBB 2014 - Dauer: 51'

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir nur einen Ausschnitt des Hörspiels anbieten.

Redaktion: Margret Nonhoff