«Das also ist der Westen» von Frieder Butzmann, Wolfram Höll, Thomas Kapielski und Johannes Mayr

November 1989. Ganz Deutschland ist im Freiheitstaumel, im Freudentaumel: Die Mauer ist gefallen. Ganz Deutschland? Nein, in einem kleinen Kiez ist man melancholisch in Kreuzberg. Im West-Berliner Viertel war ein Künstler-Biotop entstanden, von der Weltgeschichte vergessen. Das ist nun vorbei

Berliner Mauerfall 1989
Bildlegende: Und dann war die Mauer weg. Keystone

West-Berlin war Teil der Bundesrepublik Deutschland; gleichzeitig galten hier nicht alle Gesetze der BRD, insbesondere gab es keine Wehrpflicht. West-Berlin zog so junge Menschen an, Linke, Pazifisten, Aussteiger und Künstler aus der ganzen BRD. In diesem Freiraum konnte sich eine ganze Generation von Musikern und Künstlern entfalten: Die Einstürzenden Neubauten, Element of Crime, Max Goldt oder Wolfgang Müller.

Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls unternimmt diese Sendung eine Reise, in einen Kiez vor unserer Zeit: Lässt sich von Thomas Kapielski und Frieder Butzmann durch Kreuzberg und durch ihre Audioarchive führen.

Mit: Frieder Butzmann und Thomas Kapielski

Regie: Johannes Mayr und Wolfram Höll - Produktion: SRF 2014 - Dauer: 55'

Frieder Butzmann wurde 1954 in Konstanz geboren, er lebt in Berlin. Seit den siebziger Jahren komponiert er, macht Auftritte und Hörspiele, unter anderem mit Thomas Kapielski und Hermann Bohlen.

Thomas Kapielski wurde 1951 in Berlin geboren, er ist Autor, bildender Künstler und Musiker. Er schreibt schöne Bücher mit schönen Titeln wie «Gottesbeweise», «Neue Sezessionistische Heizkörperverkleidungen» und zuletzt « Je dickens, destojewski! Ein Volumenroman» (Suhrkamp 2014).

Redaktion: Wolfram Höll und Johannes Mayr