«Das Geräusch einer Schnecke beim Essen» von Elisabeth Tova Bailey

Durch eine seltene Krankheit ist die Journalistin Elisabeth Tova Bailey für Monate ans Bett gefesselt. Eine Freundin bringt ihr aus einer Laune heraus eine Schnecke aus dem Wald mit. Bailey beginnt das Tier zu beobachten. Sie entdeckt einen faszinierenden biologischen Kosmos. Und gewinnt Hoffnung.

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Nach ihrer Genesung hat Elisabeth Tova Bailey die Geschichte dieser besonderen Freundschaft aufgeschrieben. Es entstand das berührende «Selbstporträt mit Schnecke». Darin beschreibt die Autorin mit wachsender Hingabe die Bewegungen der Teleskopfühler und die Windungen des Gehäuses ihrer Schnecke.

Sie findet heraus, was sie am liebsten frisst, wann sie schläft, wie sie sich fortpflanzt. Und sie hört das Geräusch, das die Schnecke beim Essen mit ihren über zweitausend winzigen, scharfen Zähnen macht. Dank ihrer buchstäblichen Langsamkeit wird die Schnecke für die Erzählerin zur Begleiterin auf ihrem allmählichen Weg zurück ins Leben.

Regisseurin Elisabeth Putz hat die Geschichte, die 2014 auf Deutsch erschienen ist, für das SRF-Hörspiel bearbeitet: «Ich verliebte mich schnell in dieses Buch, das autobiografisch und somit authentisch ist, und an das ich immer wieder denken muss. Vor allem dann, wenn mir – als einer ungeduldigen und zur Hetze neigenden Person – die Schnelligkeit wieder einmal zu viel wird.»

In Valery Tscheplanowa, der «Schauspielerin des Jahres 2017» (Theater heute), und in der Schweizer Musikerin Fatima Dunn hat Elisabeth Putz die idealen Partnerinnen gefunden, um die seelischen Vorgänge der Protagonistin nachzuzeichnen und die Wunderwelt der Schnecke hörbar zu machen.

Mit: Valery Tscheplanowa

Aus dem Amerikanischen von Kathrin Razum - Hörspielfassung und Regie: Elisabeth Putz - Musik: Fatima Dunn - Tontechnik: Andreas Lucke, Roland Fatzer - Produktion: SRF 2017 - Dauer: 51'

Das Hörspiel kann während 7 Tagen ab Sendedatum nachgehört werden.

Redaktion: Reto Ott