«Das Ich als Ich» von Maria Antonia Schmidt und Elena Zieser

Herr Schnuselstab unterrichtet den Erlkönig, während DJ Housemeister entrüstet die Musikstunde stürmt. Der langhaarige Kotelettenträger Fabian wird von seiner ersten und letzten Freundin «der Flohhopser» getauft. Das kollektive Gedächtnis einer Generation lebt auf in einer amüsanten O-Ton-Collage.

Jugendliche liegen im Sommer im Fluss und kühlen sich ab.
Bildlegende: Sechzehn Menschen erzählen aus ihren Erinnerungen an die Schulzeit. Reuters

In der Pubertät ist alles grösser, schöner, schlimmer, peinlicher. Erste Grenzerfahrungen werden gemacht, dem anderen Geschlecht wird sich unbeholfen angenähert. Es gibt Ausgrenzung, Mobbing und «wahre Freundschaft», Annäherung an Liebe und Zusammenstösse mit dem Zwangssystem Schule. Klischees treffen auf absurde Szenarien.

Sechzehn Menschen erzählen aus ihren Erinnerungen an die Schulzeit. Sie haben die unterschiedlichsten Schulsysteme durchlaufen: Gymnasium, Hauptschule, Waldorfschule, Förderschule oder Internat - in sämtlichen Ecken der Republik. Aus dreissig Stunden Interview-Material wird eine komplexe O-Ton-Collage komponiert. So entsteht aus fragmentierten Erzählschnipseln Einzelner die unterhaltsame Geschichte einer ganzen Generation in ihrer prägenden Lebensphase. Erinnerung wird zu Fiktion.

Mischung: Elena Zieser - Sounddesign: Maria Antonia Schmidt
Gitarre: Jan Frisch - Regie: Elena Zieser und Maria Antonia Schmidt - Produktion: Bauhaus-Universität Weimar 2014 - Dauer: 50'

Maria Antonia Schmidt, geboren 1986 in Cottbus, Musikerin, Sängerin der Band «Chapeau Claque». Studium der Medienkunst an der Bauhaus Universität Weimar.

Elena Zieser, geboren 1989 in Nürnberg, Studium der Medienkunst an der Bauhaus Universität Weimar. 2013 Auszeichnung als «Beste Regie» beim Leipziger Hörspielsommer für «Schnittstelle MJ - Who is bad».

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Redaktion: Mark Ginzler