«Das Überbrettl» von Hanns Heinz Ewers und Hans Brennert

Im Jahre 1881 wurde in Paris das später weltberühmte Cabaret «Chat Noir» eröffnet. Der grosse Erfolg und die Resonanz blieben auch in Deutschland nicht unbemerkt. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis im Jahre 1901 ein ähnliches Etablissement in München eröffnet wurde: «Das Überbrettl».

Kabarett «Überbrettl» in Berlin, um 1901
Bildlegende: Kabarett «Überbrettl» in Berlin, um 1901 Georg Bartels

Einer der Hausautoren, Hanns Heinz Ewers erklärt den Namen so: «Die Bretter, die die Welt bedeuten, das ist die Bühne. Der Begriff ‹Das Brettl› hat sich für das Varieté eingebürgert. Zwischen Bühne und Brettl liegt logisch weder das eine, noch das andere. Also das Überbrettl.»

«Macht der Liebe», «Wackelstein» und «Hasenpfote»: So heissen drei der Kurzhörspiele von Hanns Heinz Ewers und Hans Brennert, in denen der Esprit des «Überbrettl» noch heute wunderbar zu spüren ist.

Arno Falk müsste dringend an ein Örtchen. Da er so schüchtern ist, hat dies, je nach Sichtweise, erfreuliche oder fatale Folgen. Dann durfte im damaligen München natürlich auf dem «Überbrettl» weder das Amtsgericht mit seiner einzigartigen Rechtsprechung noch die Amtsstube fehlen. In letzterer kann ein überkorrekter Kanzlist schon mal zum Problem werden.

Mit: Christiane Hörbiger, Peter Ehrlich, Siegfried Meisner, Klaus Degenhardt, Klaus Hirche, Paul-Felix Binz

Hörspielbearbeitung und Regie: Rainer Zur Linde - Produktion: SRF 1983 - Dauer: 46'