«Das Unternehmen der Wega» von Friedrich Dürrenmatt

Im Jahr 2068 hat sich das weltpolitische Machtgefüge auf eine östliche und eine westliche Weltregierung konzentriert. Beide Weltmächte benutzen den Planeten Venus als Internierungsort für Verbrecher und politische Häftlinge.

Eine Delegation der westlichen Weltregierung reist nun in einem Raumschiff zur Venus, um die Kolonie für ihre Machtinteressen einzuspannen.

Die Venusbewohner aber erweisen sich als resistent gegen militante Phrasen und totalitäre Vorstellungen von Volksbeglückung. Auch die Drohung mit einer Wasserstoffbombe, die sich an Bord des Raumschiffes befindet, lässt die Strafkolonisten kalt. Die Furcht vor der Erde, dem «Paradies, das eine Hölle ist», erweist sich stärker als die Furcht vor der eigenen Auslöschung.

Mit Matthias Habich, Walter Kiesler, Maximilian Wolfters, Klaus Henner Russius u.a. 

Regie: Hans Hausmann - Produktion Schweizer Radio DRS, 1968

Beiträge

  • Das Schiff, was für ein (Un-)Ort!

    Das Schiff ist und war stets ein (Un-)Ort des Fremden, der Illegalität, der Toten, des Ungeordneten, des Traumhaften. Im begrenzten Raum des Schiffes kulminieren die Ambivalenzen gesellschaftlicher Prozesse: Eroberung und Flucht, Rettung und Bedrohung, Aufbruch und Untergang.

    Hörspiel Redaktor Johannes Mayr spricht mit Bernhard Siegert, Professor für Medienwissenschaft an der Bauhaus-Universität Weimar, über das Schiff, seine Bedeutung und Symbolik.

Redaktion: Johannes Mayr