«Das verlorene Paradies» von Tim Staffel

Eine Dreiecksgeschichte zwischen dem Stricher Halim, seinem Freier Simon und dessen Ehefrau Zoe. Regisseur Staffel lässt die Schauspieler außerhalb eines Hörspielstudios an Originalschauplätzen (auf der Straße, in freier Natur und in einem eigens angemieteten Haus) improvisieren.

Je tiefer Halim, Zoe und Simon in die Wildnis eindringen, desto mehr wird ihr Trip zu einer existenziellen Auseinandersetzung.
Bildlegende: Je tiefer Halim, Zoe und Simon in die Wildnis eindringen, desto mehr wird ihr Trip zu einer existenziellen Auseinandersetzung. keystone

Der junge Halim lebt auf den Straßen einer Großstadt, wo er in der Rangordnung ganz unten steht. Er hat alles verloren - seine Familie, sein Zuhause, seinen Job. Um zu überleben geht er anschaffen, bis er entscheidet, dass Überleben kein Leben ist. John Miltons Buch «Paradise Lost» rezitierend geht er auf Wanderschaft. Er will herausfinden, ob irgendwo noch etwas anderes als Schuld und Verlust existiert, ob auf ihn noch etwas anderes wartet als der Tod.

Mitten in einer Wald- und Seenlandschaft trifft er auf Zoe. Ohne viele Worte spüren die beiden eine tiefe Verbundenheit. Als Zoes Mann Simon auftaucht, erkennen die beiden Männer sich sofort wieder.

Die nichts ahnende Zoe überredet die zwei zu einem Ausflug. Doch je tiefer sie in die Wildnis eindringen, ins Herz der Finsternis, desto mehr wird ihr Trip zu einer existenziellen Auseinandersetzung mit sich und dem Anderen.

Mit Christoph Bach (Halim), Trystan Pütter (Simon), Alice Dwyer (Zoe), Murat Seven (Kiezkanacke)

Komposition: Alexandra Holtsch - Regie: Tim Staffel - Produktion: WDR 2011 - Dauer: 54‘

Redaktion: Mark Ginzler