«Der amerikanische Investor» von Jan Peter Bremer

Seine Ideen? Bleiben aus. Seine Familie? Desinteressiert. Seine Wohnung? Marode. Bremer beschreibt das Leben eines Schriftstellers am Rande der Verzweiflung.

Ausschnitt des Covers von Jan Peter Bremers «Der amerikanische Investor».
Bildlegende: Ausschnitt des Covers von Jan Peter Bremers «Der amerikanische Investor». Berlin Verlag

Vor sich eine weisse Wand und die leere Seite seines Notizhefts, ringt ein Schriftsteller um den ersten Satz. Weil sich der nicht einstellen will, springt er auf, kontrolliert zum hundertsten Mal den Zustand seiner Wohnung. Das alte Mietshaus, in dem er mit seiner Frau und zwei Kindern lebt, wird von dem amerikanischen Investor saniert, und nun senken sich die Böden ab, zeigen die Wände Risse. Er beschliesst, dem amerikanischen Investor einen Brief zu schreiben. Aber auch dieser Plan führt zur weissen Seite zurück.

Mit: Hans Peter Hallwachs (Erzähler) und Wolfram Koch (Monologstimme)

Regie: Oliver Sturm - Produktion: WDR 2013 - Dauer: 52'

Jan Peter Bremer, geboren 1965, lebt als Schriftsteller in Berlin. Für einen Auszug aus «Der amerikanische Investor» wurde er mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet, für «Der Fürst spricht» (1996) mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis.

Redaktion: Johannes Mayr