«Der ewige Spiesser» von Ödön von Horváth

Der junge Alphons Kobler bricht von München zur Weltausstellung 1929 in Barcelona auf, um sich zwecks Zukunftssicherung eine reiche Frau zu angeln. Da ist ihm natürlich daran gelegen, im Trend zu liegen. Und der Trend ist zunehmend braun: Faschismus und Nationalsozialismus verschaffen sich Geltung.

CD-Cover
Bildlegende: CD-Cover

Horváths kleiner Roman «Der ewige Spiesser» protokolliert anhand einer Reise quer durch Europa die Befindlichkeiten der Menschen von damals, ihre Sehnsucht nach Erlösung von den zermürbenden ökonomischen Krisen nach dem Ersten Weltkrieg. Und er beschreibt, wie der junge Reisende seine Fühler ausstreckt nach all dem, was ein Mensch seiner Zeit zu wissen und zu denken hat.

Es ist der Werdegang eines jungen Spiessers, der nichts mehr fürchtet, als den Anschluss zu verpassen und veraltet zu wirken. Der um jeden Preis «mit der Zeit gehen» will, ganz gleich, welche Werte und Positionen er dabei übernehmen muss.

Mit: Jörg Hube (Alphons Kobler), Louise Martini (Frau Perzl), Walter Schmidinger (Graf Blanquez), Alexandra Tichy (Dame), Gerhard Zemann (Beamter), Karl Michael Vogler (Hotelier), Oswald Fuchs (ungarischer Abgeordneter), Thomas Friedmann (Herr Dünzl), Susanne Szameit (Kellnerin), Susanne Czepl (Anna Pollinger), Peter Scholz (Bschorr), Thomas Frey (Lehrer), Peter Simonischek (Kakuschke), Michael Kiurina (Professor), Harry Hornisch (Passbeamter), Hubert Berger (Reisender), Fritz Muliar (Schmitz), Giuseppe Sabatino (Miliz), Signe Seidel (Madame), Mariele Millowitsch (Rigmor Erichsen), Marcus Marotte (Dolmetsch)

Hörspielfassung: Traugott Krischke - Regie: Claude Pierre Salmony - Produktion: ORF/SRF 1992 - Dauer: 70'

Das Hörspiel kann bis am 21.4.2017 nachgehört werden.

Redaktion: Margret Nonhoff