«Der Fleischgott» von Daniel Goetsch

Ein klaustrophobisches Gefangenendrama um eine existenzielle Grenzsituation. Mit der Höllenmusik des Rammstein-Keyborders Christian Lorenz und Freunden.

Ein schwarz-weisses Porträt des Autors Daniel Goertsch.
Bildlegende: Der Autor Daniel Goertsch. Bilgerverlag

Tom und Tina, zwei junge, erfolgreiche Akademiker, wollten eigentlich nur Urlaub in der Sonne machen. Sie wollen Toms Jugendfreund Minski treffen, der dauerhaft in dem nordafrikanischen Land lebt, das Tom und Tina sich als Reiseziel ausgesucht hatten. Aber dann läuft etwas schief. Bei einem Abstecher zu antiken Ruinen in der Wüste werden sie von drei Männern überwältigt. Tom und Tina finden sich in einem Bunker wieder bei Wasser und Griessbrei. Sie wissen nicht, was mit Minski geschehen ist, und rätseln über die Absichten ihrer Entführer. Diese entpuppen sich allmählich als der Kleine, der Schwarze und der Dicke. Immer wieder versuchen Tom und Tina zu rekonstruieren, wie es dazu gekommen ist. Wann und wo sie einen Fehler gemacht haben.

Sie tappen durch eine Vorgeschichte, die genauso mehrdeutig ist wie ihre Gegenwart. Verfolgen ihre Entführer politische Absichten oder geht es nur um Geld? Was hat es mit den Verhören auf sich? Warum erhalten sie eine Bibel? Und wer werden sie sein, falls sie überleben?

Mit: Caroline Peters (Tina), Max Hopp (Tom), Axel Wandtke (Minski)

Musik: Christian Lorenz und Magdalene Keibel Combo - Regie: Christoph Kalkowski Produktion: WDR 2007 Dauer: 54'

Daniel Goetsch, geboren 1968 in Zürich, aufgewachsen in Nussbaumen, schweizerische und französische Staatsbürgerschaft, Studium der Rechtswissenschaft in Zürich, lebt seit 2004 in Berlin. Autor von Romanen zuletzt «Herz aus Sand» (Bilgerverlag 2009), Theaterstücken und Hörspielen zuletzt «Der Pirat vom Bodensee» (SWR/SRF 2012).

Autor/in: Fl, Redaktion: Mark Ginzler