«Der Sturm» von William Shakespeare 1/2

Wie kein anderes Werk von Shakespeare ist «Der Sturm» ein Zauberstück, in dem die Musik eine zentrale Rolle spielt und ständig gegenwärtig ist. Die Hörspielfassung glänzt mit grossartigen Sprechern und der kongenialen Komposition von Peter Zwetkoff.

Sturm am Ufer des Genfersees.
Bildlegende: Die Hörspielfassung von Shakespeares Sturm glänzt durch die Komposition und grossartige Sprecher. Keystone

Prospero, der rechtmässige Herzog von Mailand, ist von seinem Bruder Antonio vertrieben worden und lebt seit 12 Jahren mit seiner Tochter Miranda auf einer einsamen Insel. Das Schicksal will es, dass Antonio auf einer Seereise im Gefolge des Königs von Neapel an dieser Insel vorbeikommt. Jetzt ist Prosperos Stunde da: Er lässt seinen Diener, den Luftgeist Ariel, einen Sturm entfachen, in dem das königliche Schiff an der Insel strandet.

Zum «Sturm», der als sein letztes Stück gilt, wurde Shakespeare wahrscheinlich durch ein aufsehenerregendes Ereignis von 1609 angeregt, die zufällige Entdeckung der Bermudas durch englische Auswanderer, die auf der Fahrt nach Virginia Schiffbruch erlitten.

Mit: Ernst Jacobi (Prospero), Katja Amberger (Miranda), Siggi Schwientek (Caliban), Marcus Kaloff (Ferdinand), Herbert Fritsch (Ariel), Norbert Schwientek (Stephano), André Jung (Trinculo), Felix von Manteuffel (Alonso), Till Kretzschmar (Sebastian), Jürgen Rohe (Antonio), Adolph Spalinger (Gonzalo)

Aus dem Englischen (nach August Wilhelm Schlegel) von Barbara Liebster und Stephan Heilmann - Musik: Peter Zwetkoff - Hörspielfassung und Regie: Barbara Liebster, Stephan Heilmann - Produktion: SRF 1989 - Dauer Teil 1: 50', Teil 2: 49'

William Shakespeare (1564-1616) wurde in Stratford-upon-Avon als Sohn des Bürgermeisters und Handschuhmachers John Shakespeare geboren. Über sein Leben ist weniges mit Sicherheit bekannt: Vermutlich zog er zwischen 1582 und 1592 mit einer Theatertruppe durch England. 1592 wurde er erstmals als Schauspieler in London erwähnt. Als Dramatiker nimmt Shakespeare eine überragende Stellung in der Weltliteratur ein.

Peter Zwetkoff, geboren 1925 in Dobritsch (Bulgarien), gestorben 2012 in Baden-Baden (Deutschland); studierte Klavier und Komposition in Innsbruck, Salzburg und München. 1954-1990 Hauskomponist für radiophone und filmische Aufgaben beim SWF Baden-Baden, daneben und danach freischaffender Komponist. Für seine unzähligen Kompositionen, hauptsächlich für Hörspiel, Film und Theater, wurde er mit verschiedenen bedeutenden Preisen ausgezeichnet.

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Redaktion: Johannes Mayr