«Die Argonauten» und «Jason und Medea»

Klassische Sagen des Altertums. Die griechischen Mythen, das sind Geschichten von Liebe, Mord und Eifersucht. Michael Köhlmeier schildert sie so lebendig und eindrucksvoll, dass plötzlich all die Götter, Halbgötter, Kentauren und Titanen zu Gestalten voller Leben werden.

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Bildlegende: Szene aus dem Spielfilm «Jason und die Argonauten» von 1963 imago/United Archives

«Wo soll man beginnen? Womit weitermachen? Natürlich kann man bei der Entstehung von Himmel und Erde beginnen, mit der Sintflut weitermachen und vielleicht beim Krieg um Troja enden. Aber die Mythologie widersetzt sich einer Chronologie; der Mythos ist jederzeit, wo auch immer er erzählt wird, gegenwärtig. Himmel und Erde entstehen immer neu. Die Sintflut droht immer. Der grosse Krieg findet immer und überall statt. So bilden diese Sagen ein Netz, an dem weitergesponnen werden soll, das uns vor dem Bodenlosen schützt, ein Netz, in dem sich alles auf alles bezieht. Wo alles mit allem verwandt ist. So entsteht im Erzählen Sinn.» (Michael Köhlmeier)

Die Argonauten – das sind junge, tollkühne Helden, die sich auf die Suche nach dem sagenhaften Goldenen Vlies begeben. Ihr Anführer Jason verliebt sich in die Königstochter Medea, die ihren Vater überlistet, damit Jason an das Vlies kommt. Ihnen gelingt die Flucht, doch das Glück finden sie nicht.

Mit: Michael Köhlmeier

Produktion: ORF 1996 - Dauer Teil 1: 44', Teil 2: 44', Teil 3: 46', Teil 4: 56', Teil 5: 46'

Michael Köhlmeier, 1949 in Hard am Bodensee geboren, lebt als Schriftsteller in Hohenems/Vorarlberg und Wien. Für sein Werk wurde der österreichische Bestsellerautor unter anderem mit dem Manes-Sperber-Preis, dem Anton-Wildgans-Preis und dem Grimmelshausen-Preis ausgezeichnet.

Redaktion: Johannes Mayr