Die Forsyte-Saga: «Begegnungen» von John Galsworthy 6/6

Eine grosse Familiengeschichte für kalte Winterabende, vorm Kamin zu geniessen. Wer Downton Abbey liebt, wird sich auch gerne zwischen die Forsytes auf das Chaiselongue setzen. Ein tragisch-romantisches Generationenepos um Geld, Macht und Liebe im England des frühen zwanzigsten Jahrhunderts.

Bildlegende: Keystone

Soames vergöttert seine Tochter genauso sehr wie Irene ihren Sohn. Dennoch klären sie ihre Kinder über die Vergangenheit nicht auf und versuchen mit aller Macht, sie auseinander zu bringen. Trotzdem - oder gerade deshalb? - wird die Liebe zwischen der eigenwilligen, zielbewussten Fleur und dem schwärmerischen, sensiblen Jon immer stärker. Als Fleur die wahren Ursachen der Familienfeindschaft herausfindet, erzählt sie Jon nur die Hälfte und drängt auf die sofortige heimliche Heirat. Denn sie spürt, dass es ihm viel schwerer fällt als ihr, sich von der traumatischen Geschichte ihrer Eltern frei zu machen.

Mit: Hanns Zischler (Erzähler), Rosel Zech (Erzählerin), Udo Schenk (Soames), Irina Wanka (Irene), Gunnar Möller (der alte Jolyon), Siemen Rühaak (Jo, der junge Jolyon), Paul Herwig (Jon), Laura Maire (Fleur), Peter Fricke (Profond), Dagmar Heller (Winifred), Fred Maire (Gradman)

Aus dem Englischen von Luise Wolf und Leon Schalit
Komposition: Henrik Albrecht
Hörspielbearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann
Produktion: Bayrischer Rundfunk 2002
Dauer: Teil 6: 75‘

John Galsworthy, geboren 1867 in Kingston Hill, gestorben 1933 in London, sozialkritischer Schilderer der englischen Gesellschaft seiner Zeit, schrieb sein Hauptwerk «Die Forsyte-Saga» von 1906 bis 1921 und wurde damit weltberühmt. 1932 wurde er mit dem Nobelpreis der Literatur ausgezeichnet «für die vornehme Schilderungskunst, die in The Forsyte Saga ihren höchsten Ausdruck findet.» (Jury-Begründung). In den 70er Jahren machte die 26-teilige BBC-Serie dieses Familienepos einem Millionenpublikum bekannt. Sie war die erste Soap Opera im deutschen Fernsehen.

Im Vorwort zu der 1922 erschienen Gesamtausgabe erklärt Galsworthy, er habe in der «Forsyte Saga» den gehobenen Mittelstand «konserviert und unter Glas zur Schau gestellt». Seine weitverzweigte Forsyte-Familie verkörpert jenes merkantile Bürgertum, das im England der Neuzeit stets das eigentliche Rückgrat der herrschenden Klasse gewesen ist.

Sendedaten der weiteren Folgen:
Sonntag, 01.01.2017, 17.00h, SRF 2 Kultur, 1/6
Sonntag, 08.01.2017, 17.00h, SRF 2 Kultur, 2/6
Sonntag, 15.01.2017, 17.00h, SRF 2 Kultur, 3/6
Sonntag, 22.01.2017, 17.00h, SRF 2 Kultur, 4/6
Sonntag, 29.01.2017, 17.00h, SRF 2 Kultur, 5/6


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Redaktion: Mark Ginzler