«Die Geisterphotographie» von Carl Albert Loosli

Eine Detektivgeschichte nach Conan Doyle: Der Detektiv Harlock Shelmes entlarvt mit seiner untrüglichen Beobachtungs- und Kombinationsgabe eine spiritistische Sensation.

1908 schrieb C. A. Loosli in der «Berner Tagwacht» eine Einleitung zu E. A. Poes Erzählung «Die Mordtaten in der Rue Morgue», die heute als Prototyp der Detektivgeschichte gilt und als Vorbild für die Sherlock Holmes-Romane.

Loosli verteidigt diese als vergnügliche Lektüre gegen den hochgestochenen Literaturbegriff der «teutschen Philologen und Professoren», kritisiert aber auch, dass es ihnen «an psychischer und materieller Wahrscheinlichkeit» mangle.

Noch im selben Jahr exemplifizierte er sein Urteil mit der - zwischen Parodie und Paraphrase changierenden - Detektivgeschichte «Die Geisterphotographie».

Harlock Shelmes: Michael Wittenborn; Doktor Lawson: Martin Engler; Leutnant Black: Klaus Brömmelmeier; Miss Webster: Judith Wipfler Musik: Hans Koch - Hörspielfassung und Regie: Stephan Heilmann - Produktion Schweizer Radio DRS, 2007 - Dauer: 41'

Redaktion: Stephan Heilmann