«Die Glocken» von Charles Dickens

Charles Dickens'  Silvestergeschichte «Die Glocken» ist im Gegensatz zu seiner «Weihnachtsgeschichte» nahezu in Vergessenheit geraten. Zu unrecht. Jetzt kann sie im Hörspiel wiederentdeckt werden: ein weiterer, unsterblicher Appell des grossen Dickens an die Menschlichkeit.

Ein undatiertes Foto des Schriftstellers Charles Dickens.
Bildlegende: Ein undatiertes Foto des Schriftstellers Charles Dickens. keystone

Der Hungerleider Toby Veck, der zu glauben beginnt, dass alle armen Leute ihr Schicksal selbst verschuldet haben, wird in der Silvesternacht durch die Geister der Kirchenglocken in die Zukunft entführt und sieht Dinge, die kommen oder kommen könnten. Doch zum Glück ist noch nichts davon ins Buch des Lebens geschrieben. Toby Veck hat noch genug Zeit, um sich zu ändern. Das Hörspiel im klassischen Stil um den ebenso aufrichtigen wie trotteligen Toby Veck, gespielt von Erwin Parker, lebt von einem grossen Darsteller-Aufgebot und atmet die Atmosphäre der Londoner Gesellschaft des 19. Jahrhunderts.

Mit Erwin Parker (Toby Veck), Rosmarie Wolf (Meg), Peter Simonischek (Richard), Hans Heine (Will Fern), Herlinde Latzko (Lilly), Ludwig Schütze (Richter Cute), Helmut Winkelmann (Mr. Filer), Kurt Langanke (Sir Joseph Bowley), Ingeborg Arnoldi (Lady Bowley), Wolfgang Beigel (Mr. Fish), Günther Gube (Mr. Tugby), Ingeborg Stein (Mrs. Chickenstalker), Friedrich Giese (Bedienter), Karlheinz Heidecker (Trommler), Siegfried Meisner (Geist der Glocken), Hatto Hirsch (Doktor), Rainer Zur Linde (Erzähler).

Aus dem Englischen von Julius Seybt - Hörspielfassung: Vita Huber - Regie: Klaus W. Leonhard; Produktion: SRF 1973; Dauer: 85‘

Redaktion: Susanne Heising