«Die Königsbraut» nach E.T.A. Hoffmann

Von Irmelin Diezel. Anna, die Tochter des Herrn von Zabelthau, liebt nichts so sehr wie ihren Garten und das Gemüse darin. Eines Tages empfängt Anna durch eine Mohrrübe den Ring eines Gnomen. Der Gnom Daucus Carotta herrscht über das Gemüse und will Anna zu seiner Gemüsekönigin machen.

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Fast lässt sich Anna verführen, doch der Preis ist zu hoch. Sie wird mehr und mehr selber zur Rübe. Da erinnert sich Anna an ihren Verlobten. Amandus von Nebelstern, der unentwegt miserable Gedichte schreibt, wird zu ihrer letzten Hoffnung und Rettung.

Das Kunstmärchen «Die Königsbraut» bildet das letzte Kapitel der Erzähltextsammlung «Die Serapionsbrüder», die 1819 - 1821 erschien. Die vier Bände umfassen insgesamt 28 Erzählungen und einige kürzere Texte. Ernst Theodor Amadeus Hoffmann verstand es wie kein anderer seiner Zeit, absolut fiktive Texte wie der Realität abgelauscht erscheinen zu lassen. Und je glaubwürdiger die Erzählungen und Romane daherkommen, desto beklemmender. Zum Glück brechen die Figuren, wenn sie besonders glücklich oder sonstwie bewegt sind, in lakonische Gesänge aus, die alles Unheimliche weit von sich weisen.

Mit: Simone von Zglinicki, Klaus Manchen, Gunter Schoß, Hans Teuscher, Frank Lienert, Marie Gruber

Hörspielbearbeitung: Irmelin Diezel

Musik: Reiner Bredemeyer

Regie: Karlheinz Liefers

Produktion: DDR 1987

Dauer: 46'

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Redaktion: Margret Nonhoff