«Die legendäre letzte Zigarette» und «Die Radiotrinkerin» von Max Goldt

Zwei frühe Hörspiele von Max Goldt, in denen er die Inhaltslosigkeit und Wichtigtuerei sogenannter People-Interviews gekonnt parodiert. Und alle Figuren auch noch selbst spricht.

Max Goldt an einer Lesung.
Bildlegende: Max Goldt liest aus seinem Buch «Die Chefin verzichtet» am Festival «Kultur im Zelt» in Braunschweig, 2012 IMAGO

Ein Moderator und die professionelle Radiotrinkerin Vera diskutieren über deren erfolgreiche Serie. Von den Hörern als «Sarah Bernhardt des Alkohols» vergöttert, säuft sich Vera in ihren Radiosendungen regelmäßig und vorsätzlich bis an den Rand der Bewusstlosigkeit. Sie monologisiert dabei über ihr Privatleben und Gott und die Welt.

Daniela Fricke, offiziell Justizbeamtin (Max Goldt), spricht «offen und schonungslos» über ihren wahren Beruf: Hinrichtungshostess. Der nicht sehr souveräne Rundfunkmoderator (Max Goldt) ist hin- und hergerissen zwischen ernsthafter Bewunderung und dem Drang, kritische und bohrende Fragen zu beruflichen Einzelheiten zu stellen, die ihm besonders pikant und schräg erscheinen. Zum Beispiel, was es mit der legendären letzten Zigarette (vor der Hinrichtung) auf sich hat.

Mit: Max Goldt

Regie: Max Goldt - Produktion: Eigenproduktion 1990 und 1989 - Dauer: 42‘

Max Goldt, geboren 1958 in Göttingen, lebt in Berlin. Aktuelle Veröffentlichung: «Chefinnen in bodenlangen Jeansröcken» (2014). Goldt, der seit 1989 Kolumnen für die «Titanic» schreibt, ist ausserdem Musiker und verfasst Hörspiele und Comics (Katz und Goldt). 1997 wurde ihm der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor verliehen, 2008 der Hugo-Ball-Preis und der renommierte Kleist-Preis.

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen auf unserer Internetseite nur einen Ausschnitt des Hörspiels anbieten.

Redaktion: Johannes Mayr